Apple Aktie 908440 / US0378331005
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| Q1 in China |
02.05.2026 23:46:00
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Apple-Aktie im Fokus: iPhone-Verkäufe in China schiessen im ersten Quartal 2026 nach oben
Während der chinesische Gesamtmarkt schrumpft, verzeichnet der iPhone-Hersteller Apple in der Region das stärkste Wachstum unter allen grossen Anbietern.
• Stärkstes Wachstum unter den sechs grössten Anbietern im chinesischen Smartphone-Markt
• Chinesischer Gesamtmarkt schrumpft im selben Zeitraum um vier Prozent
Was die neuen Daten aus China zeigen
Laut einer Mitteilung des Marktforschungsunternehmens Counterpoint Research vom 17. April 2026 sind Apples iPhone-Auslieferungen in China im ersten Quartal 2026 um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Das ist das stärkste Wachstum unter den sechs grössten Anbietern im chinesischen Smartphone-Markt. Gleichzeitig schrumpfte der Gesamtmarkt um vier Prozent, da steigende Speicherchip-Kosten die Lieferketten belastet und die Gerätepreise nach oben getrieben haben. Apple kletterte damit auf den zweiten Platz der Vendor-Rangliste mit einem Marktanteil von 19 Prozent.
Die Spitze belegt weiterhin Huawei mit einem Marktanteil von 20 Prozent, dem höchsten Wert seit dem vierten Quartal 2020. Huaweis Absatz legte um zwei Prozent zu, getragen von der Mate-80-Serie sowie günstigeren Modellen der Enjoy-90-Serie. Xiaomi dagegen verlor 35 Prozent und rutschte auf den sechsten Platz ab. Laut Counterpoint Research hängt dieser Rückgang mit einem hohen Basiseffekt zusammen, da Xiaomi im Vorjahresquartal stark von aggressiven Preissenkungen und staatlichen Subventionen profitiert hatte. Oppo und Honor büssten fünf beziehungsweise drei Prozent ein, Vivo legte zwei Prozent zu.
Warum Apple in der aktuellen Marktphase gut positioniert ist
Ivan Lam, Senior Analyst bei Counterpoint Research, führte Apples Zuwachs auf mehrere Faktoren zurück. In der Mitteilung vom 17. April 2026 verwies er auf die anhaltend starke Nachfrage nach der iPhone-17-Serie, gezielte Preisnachlässe und staatliche Subventionen. Gegenüber Reuters ordnete Lam den Erfolg zudem in den Kontext der Preispolitik der Wettbewerber ein und hob hervor, dass Apple im Markt als besonders wertstabil wahrgenommen werde, da chinesische Verbraucher wüssten, dass die Geräte mindestens drei Jahre halten. Während die meisten Anbieter die Preise ihrer Geräte wegen höherer Speicherchip-Kosten angehoben haben, hat Apple seine Preispunkte weitgehend gehalten.
Laut Counterpoint Research sei Apple zudem besser als die meisten Wettbewerber aufgestellt, die aktuelle globale Speicherchip-Knappheit zu bewältigen. Grund seien das Premium-Produktportfolio und ein starkes Lieferkettenmanagement. Kurz- bis mittelfristig sei Apple eher in der Lage, steigende Kosten intern aufzufangen und seinen Marktanteil weiter auszubauen. Damit rückt der Konzern in einer Phase, in der viele Konkurrenten ihre Margen durch Preiserhöhungen verteidigen müssen, näher an Huawei heran.
Was die Daten für die Apple-Aktie bedeuten
Für Apple ist das China-Geschäft seit Jahren ein sensibler Faktor, da lokale Wettbewerber wie Huawei, Xiaomi und Oppo im hochpreisigen Segment zunehmend Druck ausgeübt haben. Ein zweistelliges Wachstum in dem Markt, in dem Apple zuletzt Marktanteile verteidigen musste, ist für Anleger ein positives Signal. Besonders relevant ist dabei, dass das Wachstum vor dem Hintergrund eines insgesamt schrumpfenden Marktes stattfindet, also nicht durch Rückenwind der Gesamtnachfrage erklärbar ist. Laut Counterpoint Research dürften sowohl Apple als auch Huawei im zweiten Quartal 2026 besser abschneiden als der Gesamtmarkt, während chinesische Marken voraussichtlich weiter mit Preiserhöhungen reagieren müssen.
Counterpoint Research rechnet damit, dass der chinesische Smartphone-Markt im Gesamtjahr 2026 um rund neun Prozent schrumpfen wird, aber weiterhin besser abschneidet als der globale Durchschnitt. Die erhöhten Speicherchip-Kosten sollen den Marktforschern zufolge das gesamte Jahr über bestehen bleiben und die Hersteller zwingen, zwischen Margensicherung und Absatzvolumen abzuwägen. Für die Apple-Aktie bleibt entscheidend, ob der Konzern das Momentum im wichtigen chinesischen Markt auch in den kommenden Quartalen halten kann.
Dominik Maier, Redaktion finanzen.ch
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