Avolta Aktie 2340545 / CH0023405456
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07.05.2026 17:39:36
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Avolta spürt Folgen des Iran-Kriegs - bleibt aber zuversichtlich
(Zusammenfassung mit Aktienschlusskurs ergänzt)
Basel (awp) - Der Iran-Krieg hat das Geschäft von Avolta im ersten Quartal belastet. Dennoch blickt der Basler Flughafen-Shop-Betreiber zuversichtlich nach vorne - selbst für den Fall, dass Kerosinknappheit global zu Flugausfällen führt.
Der Umsatz sank im ersten Quartal 2026 um 4,8 Prozent auf 2,91 Milliarden Franken. Grund dafür war vor allem der starke negative Währungseinfluss von 8,8 Prozent. Organisch wuchs Avolta dagegen um 4,7 Prozent. Ohne die Belastungen im Nahen Osten hätte das organische Wachstum laut dem Unternehmen sogar bei 5,9 Prozent gelegen.
Der Betriebsgewinn (Kern-EBITDA) sank auf 190 Millionen von 196 Millionen Franken. Zu konstanten Wechselkursen hätte allerdings ein Plus von 8,4 Prozent resultiert. Die entsprechende Marge stieg auf 6,6 von 6,4 Prozent.
Geschlossene Flughäfen im Nahen Osten
Laut Finanzchef Yves Gerster litt das Geschäft im ersten Quartal vor allem unter Flughafenschliessungen und Flugausfällen im Nahen Osten. So sei etwa der Flughafen in Kuwait zeitweise vollständig
geschlossen gewesen, wodurch dort das Geschäft praktisch zum Stillstand gekommen sei. Die Reiselust und die Ausgabebereitschaft der Kunden seien jedoch unverändert geblieben.
Avolta arbeitet nun mit mehreren Szenarien. Im günstigsten Fall normalisiere sich die Lage innerhalb weniger Wochen, so CFO Gerster. Sollte der Konflikt jedoch mehrere Monate andauern, könnten Kerosinknappheit und steigende Flugtreibstoffpreise zu Flugstreichungen und einer deutlichen Abschwächung des globalen Passagierverkehrs führen.
"Wir könnten dann weniger Wachstum oder sogar gar kein Wachstum sehen." Selbst dann würde Avolta laut dem CFO aber wohl ein ähnliches Ergebnis wie im Rekordjahr 2025 erzielen.
Ziele bis 2027 bestätigt
Trotz der Unsicherheiten hält der Konzern an seinen Mittelfristzielen bis 2027 fest. Avolta peilt weiterhin ein jährliches organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent und eine jährliche Verbesserung der Kern-EBITDA-Marge um 20 bis 40 Basispunkte an.
Gerster verweist dabei auf die historische Entwicklung von Avolta: Nach Krisen wie den Terroranschlägen vom 11. September, der Finanzkrise oder der Corona-Pandemie sei es jeweils zunächst zu einem Einbruch gekommen. Danach hätten sich der globale Flugverkehr und das Geschäft von Avolta dafür jeweils überdurchschnittlich stark erholt.
Aktie steigt
Analysten kommentierten die Zahlen insgesamt positiv. Die robuste Entwicklung trotz des Nahost-Konflikts wird als Zeichen der Widerstandsfähigkeit gewertet. Gleichzeitig verweisen Experten aber auf die Risiken möglicher Kerosinengpässe und steigender Flugpreise für den globalen Reiseverkehr.
Auch an der Börse kamen die Zahlen zum ersten Quartal 2026 gut an. Die Aktie setzte ihre Erholung vom Jahrestief Ende April fort und ging am Donnerstag in einem schwachen Gesamtmarkt 3,4 Prozent höher bei 46,60 Franken aus dem Handel.
jl/rw
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