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Geändert am: 08.05.2026 23:30:32

SMI und DAX gehen schwächer ins Wochenende -- Teils neue Rekorde an den US-Börsen -- Asiens Börsen machen schlussendlich Verluste

Der heimische sowie der deutsche Aktienmarkt gaben am Freitag nach. Die Wall Street legte am Freitag zu. Die Börsen in Fernost verzeichneten zum Wochenende rote Vorzeichen.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich am Freitag im Minus.

Der SMI hat die letzte Sitzung der Woche bereits leichter begonnen und hielt sich auch im Anschluss auf rotem Terrain auf, wo er die Sitzung letztlich 0,26 Prozent schwächer bei 13'100,63 Punkten beendete.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI gaben ebenfalls um 0,33 Prozent auf 18'574,54 Stellen bzw. 0,41 Prozent auf 2'101,11 Einheiten ab, nachdem sie bereits in Rot gestartet sind.

Der Schweizer Aktienmarkt notierte zum Wochenausklang mit Verlusten. Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerstörer in der Strasse von Hormus hat das US-Militär als Vergeltungsmassnahme Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. Damit wackelt die ohnehin fragile Waffenruhe. An der Wall Street hatten die Kurse bereits angesichts wieder steigender Ölpreise nachgegeben und auch die Börsen in Asien zeigten sich schwach.

"Derzeit kann man nicht sagen, wie sich die Situation weiter entwickelt, aber die vergangenen zwei Monate sind nicht gerade ermutigend", sagte eine Börsianerin am Morgen. Hinzu komme, dass der Freitag immer ein kritischer Tag sei, da zuletzt viele richtungsweisende Entscheidungen der USA über das Wochenende verkündet wurden. Anleger betrieben daher wohl im heutigen Handel Schadensbegrenzung. Auch im Zollstreit mit der EU goss US-Präsident Donald Trump erneut Öl ins Feuer, während ein Gericht seinen weltweiten 10-Prozent-Zoll kippte.

Die am Nachmittag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten sorgten bei den Anlegern kaum für Bewegung. Im April nahm die Zahl der Beschäftigten in den USA stärker zu als prognostiziert, während die Löhne etwas weniger deutlich stiegen als erwartet.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt bewegte sich am Freitag unterhalb der Nulllinie.

Der DAX startete schwächer in den Freitagshandel. Im weiteren Verlauf ging es weiter abwärts, sodass der deutsche Leitindex die Handelswoche 1,32 Prozent tiefer bei 24'338,63 Punkte beendete.

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird zurzeit auf die Probe gestellt: Zwischen den Kriegsparteien war es in der vergangenen Nacht wieder zu militärischen Spannungen gekommen. Die USA hatten Ziele auf dem iranischen Festland angegriffen. Der Iran hatte US-Militärschiffe mit Raketen und Schnellbooten attackiert. Beide Seiten widersprechen sich bei der Reihenfolge der jeweiligen Angriffe. Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank sieht wachsende Risiken für den jüngst KI-getriebenen und zunehmend sorglosen Markt, wenn der Iran-Konflikt ungelöst bleibe.

Die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts liess die Anleger am Nachmittag eher kalt. Die Beschäftigtenzahl in den Vereinigten Staaten stieg im April stärker als erwartet. Der Lohnzuwachs fiel etwas geringer aus als angenommen.

In der Berichtssaison ging es nach einigen heissen Tagen am Freitag gemächlicher zu.

WALL STREET

An den US-Börsen herrschte weiterhin eine ausgesprochen gute Stimmung.

Der Dow Jones Industrial zeigte sich zwar wenig verändert und schloss die Sitzung 0,02 Prozent höher - nahezu unverändert bei 49'609,16 Punkten.

Der NASDAQ Composite zeigte sich hingegen ausgesprochen freundlich und verbesserte sich um 1,71 Prozent auf 26'247,08 Zähler und markierte damit ein neues Rekordhoch.

Die Wall Street hat ihren Rekordlauf am Freitag wieder aufgenommen - S&P-500 und Nasdaq erreichten Allzeithochs auf Schlusskursbasis. Die Abgaben vom Vortag wurden somit wieder wettgemacht. Für Zuversicht sorgte, dass die USA offenbar um jeden Preis eine Friedensvereinbarung mit dem Iran finden wollen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete wiederholt die Waffenruhe als intakt und nicht gebrochen, obwohl es wieder wechselseitige Scharmützel zwischen den Kriegsparteien gab.

Positiv auf die Stimmung wirkte auch, dass laut einem US-Bundeshandelsgericht Trump nicht befugt war, neue weltweite Zölle zu erheben, nachdem eine vorherige Zollmassnahme im Februar vom Obersten Gerichtshof der USA für ungültig erklärt worden war. Folglich sei Trumps Proklamation "ungültig, und die gegen die Kläger verhängten Zölle sind rechtlich unzulässig."

Sehr starke Arbeitsmarktdaten setzten derweil kaum Akzente. Die US-Wirtschaft hat im April sehr viel mehr neue Stellen geschaffen, als Ökonomen ihr zugetraut hatten. Die Arbeitslosenquote blieb konstant bei 4,3 Prozent. Nicht nur stehen die US-Arbeitsmarktdaten derzeit nicht im Rampenlicht, die Lesung löste auch keinen Handlungsbedarf mit Blick auf die US-Notenbank aus. Am Markt wird derzeit erwartet, dass die Fed im laufenden Jahr stillhalten wird.

ASIEN

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Freitag im Minus.

In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 0,19 Prozent auf 62'713,65 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite derweil nahezu unverändert bei 4'179,95 Zählern.

In Hongkong sank der Hang Seng schlussendlich um 0,81 Prozent auf 26'411.81 Punkte.

Neue Spannungen im Nahost-Konflikt und Gewinnmitnahmen sorgten am Freitag an den Aktienmärkten in Ostasien für Verunsicherung und fallende Indizes. Der Iran hat nach Angeben des US-Militärs nahe der Strasse von Hormus Angriffe auf US-Kriegsschiffe mit Raketen, Drohnen und Kleinbooten unternommen, die abgewehrt wurden. US-Präsident Donald Trump sagte aber, der Waffenstillstand mit dem Iran sei weiterhin in Kraft.

Nach den kräftigen Gewinnen und teilweise Rekordhochs zuvor, halten sich die Abgaben aber in Grenzen bzw. haben sich im Handelsverlauf deutlich verringert. Auch bei den Ölpreisn fällt die Reaktion noch überschaubar aus.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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