Shanghai Composite 257111 / CNM000000019
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Geändert am: 13.04.2026 22:01:48
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Nach geplatzten USA-Iran-Gespräche neue Hoffnungen: SMI und DAX letztlich schwächer -- US-Börsen schliessen höher -- Asiens Börsen schlussendlich uneins
Der heimische sowie der deutsche Leitindex eröffneten die Handelswoche mit Verlusten. Die US-Börsen zeigten sich am Montag etwas fester. Die Börsen in Fernost präsentierten sich zum Wochenstart mehrheitlich mit negativen Vorzeichen.
SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich zum Wochenbeginn mit Abschlägen.
Der SMI startete tiefer in den Handelstag und notierte sich auch im Anschluss unterhalb der Nulllinie. Im weiteren Handelsverlauf konnte er sein Minus jedoch etwas verkleinern, nachdem der Iran eine mögliche Kehrtwende beim Thema der Urananreicherung signalisierte. Schlussendlich beendete er den Tag 0,28 Prozent leichter bei 13'145,91 Punkten.
Die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI schlossen sich der Tendenz des Leitindex an, nachdem sie ebenfalls schwächer starteten. Zum Ende der Sitzung rangierten sie 0,20 Prozent tiefer bei 18'452,54 Punkten respektive 0,23 Prozent niedriger bei 2'108,17 Zählern.
Wieder zurück auf Feld eins: Die gescheiterten Nahost-Verhandlungen belasteten am Montag die Aktienkurse rund um den Globus und im Gegenzug springt der Ölpreis wieder in die Höhe. Der Iran und die USA hatten am Sonntag ihre Friedensverhandlungen vorerst ergebnislos abgebrochen.
Mit Sorgenfalten wurden zudem die Schlagzeilen zur für den Öltransport wichtigen Seestrasse von Hormus aufgenommen. Denn US-Präsident Donald Trump verschärfte die Rhetorik zur Meerenge, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls und viele wichtige Rohstoffe transportiert werden, und schürt Ängste vor Versorgungsschocks.
Denn Trump kündigte nichts weniger als eine Blockade der Strasse von Hormus an. Damit will er verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden. Die Blockade soll um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnen.
Tanken dürfte also eine teure Angelegenheit bleiben und mit der angedrohten Sperrung wird sich der Frachtstau auf absehbare Zeit nicht ablösen - mit weiteren Auswirkungen auf die austarierten Lieferketten weltweit. So zeigt der globale Lieferkettenindex bereits erste Anzeichen von Stress.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Leitindex bewegte sich am Montag in der Verlustzone.
Der DAX eröffnete den Handel in Rot und verblieb auch im Anschluss auf negativem Terrain. Im Tagesverlauf konnte er sein Minus jedoch eingrenzen, sodass zum Ende der Sitzung noch ein Verlust von 0,26 Prozent bei 23'742,44 Zählern an der Tafel in Frankfurt stand. Auch der DAX konnte sich von seinem Tagestief nach oben absetzen, nachdem der Iran Medienberichten zufolge offenbar eine mögliche Kehrtwende bei der Urananreicherung signalisiert habe.
Stark gestiegene Ölpreis haben den deutschen Aktienmarkt am Montag deutlich belastet. Auslöser des Preisschubs am Rohölmarkt war die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Strasse von Hormus, nachdem am Wochenende die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran vorläufig gescheitert waren.
Direkte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad waren ohne greifbares Ergebnis geblieben. Für diesen Montag hat Trump eine Blockade von Schiffen in der Strasse von Hormus angekündigt, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen. Zugleich erläuterte das Militär, dass die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, nicht beeinträchtigt werde. Trump will mit der Hormus-Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt, und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden.
Der Iran gab sich unbeeindruckt. Trumps Ankündigung der Seeblockade sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, auf der Plattform X. Dies würde als Militäroperation gewertet, "und wir würden darauf reagieren." Die Revolutionsgarden warnten davor, dass sich Militärschiffe der Strasse von Hormus nähern. Dies würde als "klarer Verstoss gegen die bestehende Waffenruhe betrachtet", hiess es.
Zwar rechneten die Anleger fest damit, dass beide Parteien zähneknirschend an den Verhandlungstisch zurückkehren, doch die akute Gefahr bleibe extrem hoch, schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades. Das absolute Nadelöhr, die blockierte Strasse von Hormus, bleibe unter der Kontrolle Teherans weiterhin fest verschlossen. Und als Vergeltung drohe die US-Administration nun mit eigenen, aggressiven Blockaden. Dieses explosive geopolitische Gemisch berge massive Risiken.

. WALL STREET
Die US-Börsen zeigten sich zum Wochenstart fester.
Der Dow Jones verabschiedete sich mit einem Plus von 0,63 Prozent bei 48'216,46 Punkten aus dem Handel.
Der NASDAQ Composite gewann daneben 1,23 Prozent auf 23'183,74 Zähler.
Die US-Börsen starteten zunächst verunsichert in die neue Handelswoche, nachdem am Wochenende die Verhandlungen über eine Beilegung des Iran-Konflikts ergebnislos abgebrochen wurden. US-Präsident Donald Trump bestätigte daraufhin, dass die USA die Strasse von Hormus wie angekündigt blockiert hätten. Der in der vergangenen Woche vereinbarte Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran gilt derweil noch, was den Verkaufsdruck am Aktienmarkt linderte. Zudem signalisierte Trump im Handelsverlauf, dass es eine Kontaktaufnahme von Seiten des Iran gegeben habe.
Nach dem Optimismus, den die Waffenruhe in der vergangenen Woche hervorgerufen habe, sei die Stimmung nun wieder umgeschlagen, kommentiert die Deutsche Bank dennoch. Der Wiederanstieg der Ölpreis habe Stagflationsängste wiederaufleben lassen, worauf Aktien- und Anleihekurse weltweit unter Druck geraten seien.
Am Dienstag dürften die Erzeugerpreise aus dem März Aufschluss darüber geben, inwieweit die stark gestiegenen Ölpreise die Inflation nach oben getrieben haben.

ASIEN
Die asiatischen Börsen zeigten sich am Montag mehrheitlich mit Abschlägen.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 0,74 Prozent im Minus bei 56'502,77 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite wenig bewegt und ging mit 0,06 Prozent im Plus bei 3'988,56 Zählern in den Feierabend.
In Hongkong bewegte sich der Hang Seng letztendlich 0,90 Prozent im Minus bei 25'660,85 Punkten.
Während US-Dollar und Ölpreise gestiegen sind, ging es am Montag an den asiatischen Aktienmärkten auf breiter Front talwärts. Von Panik konnte aber keine Rede sein, die Indizes erholten sich im Verlauf sogar - Schanghai schaffte gar den Sprung knapp ins Plus. Die Finanzmärkte reagierten mit der negativen Tagesbilanz auf die Entwickung der Nahostkrise, denn die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran waren zunächst gescheitert.
Für den Fall, dass die Kampfhandlungen wieder aufgenommen werden sollten, sehen Anleger Risiken einer Verlangsamung des globalen Wachstums und einer steigenden Inflation. In diesem Stagflationsumfeld waren Aktien nicht erste Wahl. Mit Sorgenfalten wurden zudem die Schlagzeilen zur für den Öltransport wichtigen Seestrasse von Hormus aufgenommen. Denn US-Präsident Donald Trump verschärfte die Rhetorik zur Meerenge, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls und viele wichtige Rohstoffe transportiert werden, und schürt Ängste vor Versorgungsschocks.
Trump kündigte eine Blockade der Strasse von Hormus für alle Schiffe an. Die US-Streitkräfte erklärten, sie setzten ab Montag, 16.00 Uhr MESZ eine Blockade des gesamten Schiffsverkehrs in und aus iranischen Häfen durch. Laut Trump soll jedes Schiff in internationalen Gewässern gestoppt werden, das eine "Maut" an den Iran gezahlt habe. "Niemand, der eine illegale Maut zahlt, wird freie Fahrt auf hoher See haben", machte Trump klar. "Eine nennenswerte Wiederaufnahme des Verkehrs durch die Strasse von Hormus erscheint nun viel unwahrscheinlicher", stellte MUFG-Währungsanalyst Michael Wan fest.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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| SMI | 13’052.81 | -0.63% | |
| SPI | 18’523.75 | -0.61% | |
| NIKKEI 225 | 62’713.65 | -0.19% | |
| Hang Seng | 26’626.28 | 1.57% | |
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