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Geändert am: 18.06.2026 22:01:55
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SNB lässt Leitzins unverändert - Absichtserklärung von USA und Iran im Blick: SMI beendet Handel im Minus -- DAX schliesst etwas fester -- US-Börsen vor Feiertag fest -- Asiens Börsen uneinheitlich
Der heimische Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag schwächer. Der DAX verzeichnete leichte Gewinne. An der Wall Street ging es aufwärts. In Fernost finden die Märkte keine einheitliche Richtung.

SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt notierte am Donnerstag mit Verlusten.
Der SMI startete etwas fester und begab sich anschliessend auf Richtungssuche. Im Verlauf waren dann deutlichere Abschläge zu sehen. Sein Schlussstand: 13'765,83 Punkte (-0,36 Prozent).
Die Nebenwertindizes SPI und SLI zeigten sich uneins. So verlor der SPI letztlich 0,25 Prozent auf 19'463,18 Zähler, der SLI stieg derweil 0,07 Prozent auf 2'215,73 Indexpunkte.
Nachdem die US-Börsen nach überraschend falkenhaften Äusserungen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh Federn lassen musste, blieb hierzulande die SNB ihrem Kurs treu. Die Nationalbank passte für die Devisenmarktinterventionen indes die Kommunikation etwas an, was den Franken leicht unter Druck setzte. Derweil rücken die Sorgen um das USA-Iran-Kriegsthema durch die Unterzeichnung eines Abkommens zwar etwas in den Hintergrund, allerdings seien noch viele Details sehr vage, sagt ein Händler.
DEUTSCHLAND
Am deutschen Aktienmarkt zeigte sich etwas fester.
Der DAX startete mit einem Plus in den Handel, fiel zeitweise jedoch an die Nulllinie zurück. Im weiteren Verlauf konnte er erneut hinzugewinnen und verabschiedete sich letztlich 0,37 Prozent höher bei 25'026,80 Punkten.
Für Gesprächsstoff sorgte die US-Notenbank, die die Leitzinsen wie erwartet unverändert liess. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh widersetzte sich bei seiner ersten Sitzung den von US-Präsident Trump geforderten Zinssenkungen. Ökonomen wiesen jedoch darauf hin, dass die Fed ihre Rhetorik zur Preisstabilität verschärft hat - ein Signal für baldige Zinserhöhungen, das am Markt für Zurückhaltung sorgt.
Etwas Erleichterung herrschte darüber, dass US-Präsident Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian das Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges unterzeichnet haben. Laut dem Vermittlerstaat Pakistan tritt es mit "sofortiger Wirkung" in Kraft. Teheran werde die Strasse von Hormus "unverzüglich wieder öffnen", und die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben, gab der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf der Kurzmitteilungsplattform X bekannt.

WALL STREET
Die US-Börsen zeigten sich am Donnerstag fester.
Der Dow Jones Industrial stieg um 0,14 Prozent und beendete die verkürzte Handelswoche bei 51'565,38 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite konnte unterdessen ein Plus von 1,91 Prozent einfahren. Der Schlussstand am Donnerstag: 26'517,93 Zähler.
Dank der anhaltenden Hausse im Halbleitersektor machte der technologielastige Auswahlindex den Kursrutsch der vergangenen zwei Tage teilweise wett. Die Handelswoche ist verkürzt, am Freitag bleiben die US-Börsen geschlossen, da des Endes der Sklaverei gedacht wird.
Verantwortlich für den Umschwung waren Aussagen der US-Notenbank Fed: Die Währungshüter hatten wie erwartet ein weiteres Mal den Leitzins nicht angerührt. Damit erfüllten sie auch unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh den Wunsch von US-Präsident Donald Trump nach Zinssenkungen nicht. Und da die Fed für 2026 mit einer deutlich höheren Inflation als bisher rechnet, werden am Markt statt Zinssenkungen nun zunehmend Anhebungen ab Oktober erwartet.
Allerdings milderte die anhaltende Talfahrt der Ölpreise die Zinsängste etwas ab, kommentierte Marktanalyst Hebe Chen von Vantage Global Prime. Diese hatte sich jüngst beschleunigt, nachdem Trump ein Rahmenabkommen für ein Ende des Kriegs mit dem Iran unterzeichnet hat. Dieses tritt laut dem Vermittlerstaat Pakistan mit "sofortiger Wirkung" in Kraft. Teheran werde die Strasse von Hormus "unverzüglich wieder öffnen", und die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben, gab der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif in der Nacht zum Donnerstag auf X bekannt. US-Präsident Trump und sein iranischer Amtskollege Massud Peseschkian hatten die Vereinbarung zuvor unterzeichnet.

ASIEN
Die Börsen in Fernost schlugen auch am Donnerstag unterschiedliche Richtungen ein.
In Tokio gewann der Nikkei 225 zum Handelsende 1,65 Prozent auf 71'053,49 Punkte, bei 71'398,58 wurde zwischenzeitlich ein neues Rekordhoch erreicht.
Auf dem chinesischen Festland rutschte unterdessen der Shanghai Composite 0,43 Prozent auf 4'090,48 Punkte ab.
In Hongkong gab daneben der Hang Seng deutlichere 1,59 Prozent auf 23'924,81 Punkte nach.
Am Donnerstag war an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz auszumachen. Während das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran die Börsen in Tokio und Seoul auf Rekordhochs trieb, hinkten die chinesischen Börsen und der australische Aktienmarkt hinterher.
Die USA und der Iran haben am späten Mittwoch eine Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges und zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus unterzeichnet. Die US-Futures drehten daraufhin ins Plus, die Ölpreise gerieten unter Druck.
An der Wall Street hatten die Kurse am Mittwoch deutlich nachgegeben, nachdem die US-Notenbank den Leitzins wie weithin erwartet auf dem aktuellen Niveau belassen hatte. Allerdings signalisierte die Federal Reserve unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh Zinserhöhungen im weiteren Jahresverlauf. Warsh zeigte sich während der anschliessenden Pressekonferenz zum Zinsentscheid entschlossen, die Inflation zu bekämpfen.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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