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23.04.2026 12:15:36
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Minus in Franken, Plus im Dollar: Roche-Zahlen zweigeteilt
(Zusammenfassung)
Basel (awp) - Bei Roche hängt die Bewertung der Quartalszahlen ganz von der Wahl der Währungen ab. In der Berichtswährung Franken betrachtet hat der Pharmakonzern nämlich weniger umgesetzt als noch vor einem Jahr.
Roche hat in den ersten drei Monaten stark unter dem aufgewerteten Franken gelitten, der angesichts der vielen Unsicherheitsherde als sicherer Hafen verstärkt gesucht war. Die gute Nachricht: Mit der am Donnerstag bestätigten Prognose rechnet das Roche-Management um Konzern-Chef Thomas Schinecker damit, dass sich die negativen Währungseinflüsse zumindest etwas abschwächen.
So setzte Roche zwischen Januar und März 14,7 Milliarden Franken um. Während dies in der Berichtswährung Schweizer Franken ein Minus von 5,0 Prozent bedeutet, ergab sich zu konstanten Wechselkursen eine Zunahme von 6,0 Prozent. Damit hat der Konzern die eigene Zielsetzung erfüllt, die konstante Wechselkurse zugrunde legt.
Erstmals Wachstum in Dollar
Um aber besser vergleichbar zu sein mit anderen Pharmakonzernen hat Roche dieses Mal seine Wachstumsraten nicht nur in Franken und zu konstanten Wechselkursen, sondern auch gleich in US-Dollar ausgewiesen. "Damit ist unsere Geschäftsentwicklung besser vergleichbar mit Konkurrenten, die in US-Dollar berichten, oder aber eben den US-Konzernen selbst", sagt Roche-Chef Schinecker während einer Telefonkonferenz mit Journalisten zu den Quartalszahlen.
Tatsächlich sehen die Dollar-Wachstumsraten mit einem Plus von 9 Prozent für das erste Quartal deutlich stärker aus. Auch bei den beiden Sparten wäre das Wachstum in US-Dollar klar positiv gewesen, während es in Franken jeweils ebenfalls negativem Vorzeichen trug. Konkret setzte die Pharma-Sparte zwischen Januar und März 11,5 Milliarden Franken (-4%) um und das Diagnostik-Geschäft 3,3 Milliarden (-7%).
Roche bleibt Franken treu
Trotz dieser sehr unterschiedlichen Raten kommt eine Umstellung auf US-Dollar für den Unternehmenslenker nicht in Frage: "Wir sind ein Schweizer Unternehmen und werden daher auch weiter in Schweizer Franken berichten", stellt Schinecker klar. Die Veränderungsangaben in Dollar dienten lediglich einer besseren Vergleichbarkeit.
Beim Diagnostik-Geschäft lastete zusätzlich eine Preisreform in China auf der Entwicklung. Dieser Effekt hatte bereits im vergangenen Jahr die Performance der Sparte gedämpft. Wie Schinecker nun vorhersagt, dürfte die zweite Jahreshälfte besser ausfallen. Insgesamt sei er aber sehr zufrieden, dass der China-Effekt bereits im zurückliegenden Quartal im Vergleich zum Vorjahr deutlich nachgelassen habe. "Man sieht also bereits, dass der Trend in die richtige Richtung geht", so der Firmenchef.
Ausblick bestätigt
Für den weiteren Geschäftsverlauf bestätigt Roche die bisherige Guidance. Zu konstanten Wechselkursen sollen die Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich ansteigen. Der Kerngewinn je Titel soll im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Ausserdem ist die Gruppe weiter bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen.
Kaum Einfluss dürfte dabei der Krieg im Iran haben. Roche generiere in der Region zwar "erhebliche Umsätze", habe aber keine Lieferanten vor Ort, so der Unternehmenschef.
An der Börse werden die Zahlen auf jeden Fall freundlich aufgenommen, wie das Kursplus von 2,0 Prozent zeigt.
hr/cg
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