Partners Group Aktie 2460882 / CH0024608827
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01.09.2026 17:58:00
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Partners Group-Aktie bricht ein: Gewinnrückgang und CEO-Wechsel angekündigt
Der Vermögensverwalter Partners Group hat im ersten Halbjahr in etwa im Rahmen der Markterwartungen abgeschlossen.
Die Erträge sanken in den ersten sechs Monaten 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken. Das lag laut Mitteilung vom Dienstag an deutlich tieferen Einnahmen aus Performance Fees, die um 39 Prozent zurückgingen. Die Einnahmen aus den erfolgsabhängigen Gebühren erreichten damit einen Anteil von 19 Prozent der Gesamteinnahmen.
Die Hauptertragsquelle für Partners Group sind die fixen Managementgebühren, welche sich abhängig von den verwalteten Vermögen entwickeln. Diese Einnahmen stiegen im ersten Semester um 6 Prozent. Wie bereits seit Juli bekannt, verwaltete der Zuger Asset Manager Ende Juni 186 Milliarden Dollar nach 185 Milliarden Ende 2025.
Guidance gesenkt
Der EBITDA ging damit im ersten Semester um 9 Prozent auf 706 Millionen Franken zurück, was einer Marge von 63 Prozent entspricht. Und der Gewinn fiel mit 502 Millionen um 13 Prozent tiefer aus.
Mit Blick in die Zukunft bestätigte Partners Group derweil die Prognose für die Kapitalzusagen im Gesamtjahr: Für 2026 rechnet der Zuger Asset Manager weiterhin mit 26 bis 32 Milliarden US-Dollar. Neu rechnet er allerdings beim Anteil der Performanceerträge am Gesamteinkommen mit etwa 20 bis 25 Prozent. Zuletzt hatte es geheissen, er solle 2026 am unteren Ende der eigentlichen Zielbreite von 25 bis 40 Prozent zu liegen kommen.
Das würde er aber nicht überinterpretieren, sagte CEO David Layton an einem Webcast mit Analysten. Es könnten im laufenden Jahr noch einige grössere Verkaufsdeals zum Abschluss kommen. Falls nicht dieses Jahr, dann 2027. Das Verkaufsumfeld an sich sei jedenfalls einigermassen intakt und die Pipeline nach wie vor gut gefüllt.
Layton gibt nach acht Jahren Posten ab
Layton wird sich derweil zum Ende dieses Jahres von seinem Posten als Unternehmenschef zurückziehen. Er will sich dann als Chief Investment Officer und "Chairman of the Global Investment Committee" wieder ausschliesslich um Investments kümmern. Stattdessen übernehmen Roberto Cagnati und Juri Jenkner - beide seit über 20 Jahre beim Unternehmen - die operative Co-Leitung.
Layton wird zum Wechsel acht Jahre lang Unternehmenschef gewesen sein: zunächst seit 2019 als Co-CEO und seit 2021 als alleiniger CEO. 2019 übernahm er die Aufgabe in Co-Leitung mit André Frei. Auch davor gab es eine - nicht immer unumstrittene - Doppel-Führungsspitze: Frei leitete Partners Group gemeinsam mit Co-Chef Christoph Rubeli, bis der Amerikaner Layton Rubeli ersetzte. Layton war der erste nichtschweizerische CEO des 1996 gegründeten Unternehmens.
So reagiert die Aktie
Die Aktien von Partners Group sind am Dienstag deutlich tiefer in den Handel gestartet. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2026 weniger Geschäftsertrag und Gewinn gemacht. Und neu wird auch im Gesamtjahr 2026 die Zielrange bei den Performance Fees nicht erreicht.
Partners Group verloren an der SIX letztlich 7,26 Prozent auf 679,60 Franken. Die Titel des Zuger Vermögensverwalters sind im laufenden Jahr massiv zurückgekommen und waren Ende Juni mit den Turbulenzen rund um die Evergreens-Rücknahmeforderungen bis auf 632,40 Franken gefallen. Seither erholten sie sich allerdings wieder recht klar auf 732,80 Franken am Vorabend.
Das einst erfolgsverwöhnte Unternehmen, das regelmässig die Markterwartungen schlug, war zuletzt vermehrt in Turbulenzen geraten: etwa durch die erhöhten Rücknahmeforderungen oder Angriffe des Shortstellers Grizzly. Am Markt war für heute auf positive Überraschungen spekuliert worden, wie es im Handel heisst. Diese seien allerdings ausgeblieben.
Insgesamt erzielte das Unternehmen im ersten Semester 2026 solide Zahlen: Das operative Ergebnis EBITDA fiel mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen aus. Die entsprechende Marge lag mit 63 Prozent wie üblich über 60 Prozent, nachdem einige Marktbeobachter im Vorfeld eine Marge unterhalb dieser Zielvorgabe des Unternehmens befürchtet hatten.
Allerdings rechnet Partners Group neu mit einem Anteil der Performance-Erträge am Gesamteinkommen von etwa 20 bis 25 Prozent. Zuletzt hatte es geheissen, er solle 2026 insgesamt am unteren Ende der mittelfristigen Zielbandbreite von 25 bis 40 Prozent zu liegen kommen. Vontobel verweist in einem ersten Kommentar darauf, dass dies vom Timing bestimmter Exits abhänge.
Partners Group spreche nach wie vor mit Zuversicht von einer "vollen Exit-Pipeline" für das zweite Halbjahr, weise aber darauf hin, dass einzelne Exits ins Jahr 2027 verschoben werden könnten, heisst es dazu auch von der ZKB.
Der angekündigte Wechsel an der Unternehmensspitze schlägt derweil am Markt unter den Analysten keine grossen Wellen. CEO David Layton legt sein Amt nieder und konzentriert sich wieder nur auf Investments. Dafür übernehmen zwei Partners-Group-Eigengewächse - Roberto Cagnati und Juri Jenker - per 1. Januar 2027 die Co-Leitung.
Baar (awp) / Zürich (awp)
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