Sika Aktie 58797 / CH0000587979
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14.04.2026 17:53:00
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Sika-Aktie dennoch im Aufwind: Jahresstart mit Umsatzrückgang
Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika ist verhalten ins laufende Geschäftsjahr gestartet.
Der Umsatz sank von Januar bis März 2025 im Vergleich zur Vorjahresperiode um deutliche 7,0 Prozent auf 2,49 Milliarden Franken. Das ist insbesondere dem starken Schweizer Franken geschuldet: Wie Sika am Dienstag mitteilte, schmälerten Währungseffekte den Umsatz um 7,9 Prozent.
In Lokalwährungen betrachtet ist Sikas Umsatz also um 0,9 Prozent gewachsen. Akquisitionen steuerten derweil 1,1 Prozent bei. Organisch ist das Unternehmen zu Jahresbeginn damit um 0,2 Prozent geschrumpft. Seit dem dritten Quartal 2025 kann Sika nicht mehr aus eigener Kraft wachsen.
Marktanteile gewonnen
Der bessere Wert könnte zumindest teilweise auf die Marktanteilsgewinne zurückgeführt werden, die auch von Firmenchef Thomas Hasler in dem Communiqué herausgestrichen wurden. Mit anderen Worten: Sika hat seinen Konkurrenten Marktanteile abgejagt. Und das in allen Regionen.
Die schwache Entwicklung hängt nicht zuletzt auch mit der schwachen Nachfrage aus China zusammen, wo das Baugeschäft erneut zweistellig schrumpfte. Bereinigt um diesen Effekt wäre Sika organisch um 1,0 Prozent gewachsen, betonte das Unternehmen.
Auf diese Entwicklung hatte Sika bereits vergangenen Herbst mit einem Stellenabbau reagiert. Das Sparprogramm soll alleine in diesem Jahr 80 Millionen Franken an Einsparungen einspielen.
Für das gesamte Jahr rechnet Sika weiterhin mit einem verhaltenen globalen Marktumfeld und einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Vor allem das erste Halbjahr werde für die Branche schwächer ausfallen.
In diesem Umfeld will Sika den in Lokalwährungen gerechneten Umsatz unverändert um 1 bis 4 Prozent steigern. Die EBITDA-Marge soll auf 19,5 bis 20,0 Prozent steigen. Sika bestätigte gleichzeitig die mittelfristigen Ziele der "Strategie 2028".
Naher Osten unter Beobachtung
Ein besonderes Augenmerk legt Sika auf die Entwicklungen im Nahen Osten. Man beobachte die Auswirkungen der Ereignisse sehr aufmerksam, um frühzeitig "entsprechende Massnahmen" zu ergreifen, erklärte der Konzern. Damit sind laut Analysten wohl Preiserhöhungen im Falle eines anhaltend hohen Ölpreises gemeint.
So reagieren Anleger und Analysten
Sika-Aktien legten im SIX-Handel am Dienstag schliesslich um 7,94 Prozent zu auf 148,15 Franken. Davor hatten die Sika-Papiere im bisherigen Jahresverlauf fast 16 Prozent verloren. Der Gesamtmarkt (SMI) notiert zum Berichtszeitpunkt ebenfalls im Plus.
Der von Sika ausgewiesene Umsatz lag um rund 1,3 Prozent über dem von AWP ermittelten Konsens. Dabei wurden in allen Regionen die Erwartungen leicht übertroffen, wobei vor allem die Region EMEA positiv überraschte. Die Werte lagen auch leicht über jenen des vierten Quartals, was auf das Erreichen der Talsohle hindeuten könnte.
Deutlich besser als erwartet hat Sika vor allem beim organischen Wachstum abgeschnitten. Dieses ist mit minus 0,2 Prozent stärker ausgefallen als erwartet. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 1,8 Prozent gerechnet.
Der bessere Wert könnte zumindest teilweise auf anhaltende Marktanteilsgewinne zurückgeführt werden, denkt der Analyst von Berenberg. "Die Selbsthilfestrategie von Sika bleibt intakt", lautet das Urteil hier.
Auch die Bestätigung der Jahresprognosen - trotz der aktuellen geopolitischen Unsicherheiten - wirken laut UBS beruhigend auf die Märkte. Aber um in der Mitte des genannten Zielbandes für die Umsatzprognose zu landen, sei in den nächsten drei Quartalen ein deutlich höheres Wachstum nötig.
ra/to
Baar (awp)
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