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SpaceX Aktie 156888148 / US84615Q1031

Umsatz überzeugt 05.08.2026 22:09:00

SpaceX-Zahlen sind da: Umsatz top, Verlust sorgt für Diskussionen - Aktie tiefrot

SpaceX-Zahlen sind da: Umsatz top, Verlust sorgt für Diskussionen - Aktie tiefrot

Der Raumfahrt- und Satellitenkonzern SpaceX hat Anlegern zum ersten Mal nach seinem Börsengang im Juni Einblick in seine Bücher gegeben.

SpaceX hat für das zweite Quartal 2026 einen Nettoverlust in Höhe von 541 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Das war deutlich weniger als noch im Vorjahreszeitraum, als ein Verlust von 1,008 Milliarden US-Dollar in den Büchern gestanden hatte. Getrieben von neuen Cloud-Services-Vereinbarungen im AI-Segment stieg das bereinigte EBITDA jedoch auf 3,5 Milliarden US-Dollar.

Der Quartalsumsatz des Raumfahrtkonzerns von Elon Musk lag bei 7,81 Milliarden US-Dollar und damit höher als von den Experten erwartet worden war. Diese hatten vorhergesagt, dass SpaceX im Berichtszeitraum rund 6,8 Milliarden US-Dollar umsetzen würde.

Da SpaceX erst seit Juni börsennotiert ist, liegen keine vergleichbaren Vorjahreswerte für das Unternehmen als börsennotierte Gesellschaft vor.

Im Fokus der Anleger stehen neben den Quartalszahlen vor allem die Entwicklung des Starlink-Geschäfts sowie die Nachfrage nach kommerziellen Raketenstarts und der Investitionsbedarf für das Starship-Programm.

"Das Jahr 2026 war bislang von grosser Bedeutung, und das zweite Quartal hat die wahre Stärke von SpaceX unter Beweis gestellt", kommentierte der SpaceX-CFO die Zahlen im Rahmen einer Unternehmensmitteilung. Man habe einen starken operativen Hebeleffekt erzielt, der - massgeblich getrieben durch unsere neuen Vereinbarungen im Bereich KI-Rechenleistung - zu einer deutlichen Margenausweitung geführt habe, betnt er weiter.

Zudem habe SpaceX das zweite Quartal mit Barmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und marktgängigen Wertpapieren im Wert von 100 Milliarden US-Dollar sowie einem Auftragsbestand von 47,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. "Diese Finanzkraft verschafft uns erheblichen Spielraum für Investitionen in Starship, Starlink-Satelliten für Breitband- und Mobilfunkdienste sowie unsere KI-Plattform, während wir gleichzeitig an einem disziplinierten Rahmen für die langfristige Kapitalallokation festhalten".

Musk prophezeit Billionen-Umsatz für SpaceX - Aktie fällt

An wagemutigen Aussagen hat es Elon Musk noch nie gefehlt: Jetzt stellt der Tech-Milliardär für seine Weltraum- und KI-Firma SpaceX die Marke von einer Billion Dollar Jahresumsatz in Aussicht. Man rechne damit nun für 2030, ein Jahr früher als zuvor, sagte Musk in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Auch bekräftigte er Pläne, Rechenzentren in die Umlaufbahn zu bringen und über den Satelliten-Internetdienst Starlink grossen Telekommunikations-Anbietern Konkurrenz zu machen. Die Wall Street kaufte Musk die grossen Versprechen diesmal nicht ab: Im Handel an der NASDAQ schloss die SpaceX-Aktie 13,60 Prozent tiefer bei 108,29 US-Dollar. Denn die bei Elon Musks Weltraum- und KI-Firma engagierten Anleger sind mittlerweile skeptischer und hinterfragen die rosigen Versprechungen des Multimilliardärs bezüglich der Umsatzentwicklung des Unternehmens jetzt stärker als noch vor einigen Monaten.

SpaceX ist aktuell von der Billionen-Umsatzmarke meilenweit entfernt. So gab es im vergangenen Quartal Erlöse von 7,8 Milliarden Dollar (6,75 Milliarden Euro) - nach einem Zuwachs von 92 Prozent im Jahresvergleich. Musk zufolge soll das explosive Wachstum vor allem aus dem Geschäft mit Künstlicher Intelligenz kommen. Im vergangenen Quartal machte die KI-Sparte 2,56 Milliarden Dollar Umsatz - und investierte 15,8 Milliarden Dollar vor allem in den Ausbau von Rechenzentren.

Derzeit kommt der Billionen-Marke beim Umsatz der Handels- und Cloud-Riese Amazon am nächsten, der im vergangenen Jahr Erlöse von knapp 717 Milliarden Dollar erzielte.

Geldbringer Starlink

Aktuell ist Starlink der zentrale Geldbringer von SpaceX. Im vergangenen Quartal wuchsen die Erlöse im Jahresvergleich um fast zwei Drittel auf rund 4,3 Milliarden Dollar. Auf Musks Internet aus dem All greifen unter anderem mehr Fluggesellschaften zurück. Das operative Ergebnis legte um 80 Prozent auf rund 1,66 Milliarden Dollar zu. Die Zahl der Starlink-Kunden wuchs binnen drei Monaten von 10,3 auf 12 Millionen.

Top-Managerin Gwynne Shotwell, die für das operative Geschäft zuständig ist, zeigte sich überzeugt, dass Starlink mit neuen leistungsstärkeren Satelliten den grossen Mobilfunk-Anbietern Kunden abjagen könne. Der Dienst werde besser sein, äusserte sie sich zuversichtlich. Unter anderem könne man mit Satelliten die heutigen Bereiche ohne Mobilfunk-Internet abdecken. Das ist in einem so grossen Land wie die USA ein reales Problem.

Hoffnungsträger Starship

SpaceX wurde in den vergangenen Jahren unverzichtbar für das US-Raumfahrtprogramm. Mit der aktuellen Rakete Falcon 9 befördere man jährlich rund 2.500 Tonnen Nutzlast ins All, rechnete Musk vor.

Eine zentrale Säule von Musks Zukunftsvision ist die Riesen-Rakete Starship, die aktuell noch Testflüge absolviert. Damit peile SpaceX die Marke von einer Million Tonnen jährlich und "potenziell zehn Millionen Tonnen" an, sagte er. "Wahrscheinlich" in einem Jahr werde man Starship "mindestens einmal pro Tag" starten sehen - und möglicherweise öfter. Beim Elektroautobauer Tesla , den Musk ebenfalls führt, verstrichen von ihm gesetzte Fristen oft, etwa für autonomes Fahren und neue Modelle.

Unter dem Strich waren die Ausgaben für Starship und den KI-Ausbau höher als die von Starlink erwirtschafteten Gewinne. SpaceX schloss das Quartal mit einem Verlust von 541 Millionen Dollar ab, nach einem Minus von rund einer Milliarde Dollar ein Jahr zuvor.

Auf und Ab für Aktie

SpaceX war Mitte Juni mit einem Rekorderlös von 75 Milliarden Dollar an die Börse gegangen. Mit dem Ausgabepreis von 135 Dollar gab sich Musks Unternehmen zum Debüt eine Bewertung von fast 1,8 Billionen Dollar. Das stand in krassem Kontrast zum aktuellen Geschäft - aber SpaceX rechtfertigte die Bewertung mit grossen Plänen bei Künstlicher Intelligenz.

In den ersten Wochen nach dem Börsengang stieg der Kurs - angetrieben unter anderem vom Interesse von Privatanlegern - bis auf gut 225 Dollar. Inzwischen fiel die Aktie unter den Ausgabepreis und ging am Dienstag bei rund 125 Dollar aus dem regulären US-Handel. Nachbörslich fiel sie um sieben Prozent auf 116 Dollar.

Am Donnerstag läuft zudem die Haltefrist für weitere Aktien von Firmeninsidern und frühen Investoren aus, die dann in den Handel kommen könnten. Ein höheres Angebot könnte bei gleichbleibender Nachfrage zu niedrigeren Kursen führen.

Spekulationen, Musk könnte Tesla von SpaceX übernehmen lassen, waren in der Analystenkonferenz kein Thema. Gemessen am Schlusskurs vom Dienstag liegt der Börsenwert von SpaceX bei fast 1,7 Billionen Dollar. Musk ist dank der Beteiligungen an SpaceX und Tesla der vermögendste Mensch der Welt.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg taxiert sein Vermögen derzeit auf 777 Milliarden Dollar. Kurz nach dem SpaceX-Börsengang waren seine Beteiligungen sogar mehr als eine Billion wert.

Schlug Teil von SpaceX-Rakete ungeplant auf dem Mond ein?

Rund anderthalb Jahre nach ihrem Start soll ein Teil einer SpaceX-Rakete Wissenschaftlern zufolge ungeplant auf dem Mond aufgeschlagen sein. Der Aufschlag war für den Mittwochmorgen deutscher Zeit berechnet worden, eine Bestätigung gab es aber zunächst nicht. Bei dem Raketenteil handelte es sich um die Oberstufe einer "Falcon 9" vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk, mit der im Januar 2025 zwei Lander zum Mond gestartet waren.

Schon vorab hatten SpaceX, die US-Raumfahrtbehörde Nasa und Wissenschaftler wie der US-Astronom Bill Gray vorhergesagt, dass eine Live-Beobachtung des Einschlags wahrscheinlich schwierig werden könnte. Anschliessend könne es Stunden oder sogar Tage dauern, bis ein möglicher Aufschlag bestätigt werden könnte, da dies dann nur beispielsweise mit Hilfe von Sonden möglich wäre, die Fotos von einem möglicherweise entstandenen Krater zur Erde schicken würden. In ein paar Tagen soll beispielsweise die Nasa-Sonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" über die erwartete Einschlagstelle fliegen.

Rakete war im Januar 2025 mit zwei Mondlandern gestartet

Die "Falcon 9"-Rakete war am 15. Januar 2025 mit den Mondlandern "Blue Ghost" des US-Unternehmens Firefly Aerospace und "Resilience" des japanischen Start-ups ispace gestartet. "Blue Ghost" landete rund zwei Monate später auf dem Mond, bei "Resilience" schlug die Landung kurz darauf fehl, der Lander krachte in den Mond. Die untere Raketenstufe der "Falcon 9"-Rakete kehrte zur Erde zurück.

Die oberen Raketenstufen würden bei solchen Missionen häufig planmässig in der Erdatmosphäre verglühen, sagte SpaceX-Managerin Julianna Scheiman bei einer Pressekonferenz. "Aber für Missionen mit hoher Energie müssen wir ein anderes Manöver durchführen, um sicherzustellen, dass die Oberstufe sicher ist mit den entsprechenden Regeln und Regularien." Das sei in diesem Fall vorgenommen worden - "und was passiert ist, ist eine Mischung aus Sonnenaktivität und Anziehungskräften, die sie auf einen Weg hin zum Mond gebracht hat".

Nasa: Keine Gefahr für die Erde

Das sei zwar in diesem Fall ungeplant gewesen, grundsätzlich sei ein Aufschlag auf dem Mond aber für eine Entsorgung auch "eine anerkannte Option, die eine vorhersagbare, nachverfolgbare und sicherere Herangehensweise an das Ende einer Mission bieten kann", hiess es von der Nasa. "Es gibt keine Gefahr für die Erde." Aus wissenschaftlichen Gründen werde man den Verbleib der Raketenstufe und die Einschlagstelle weiter beobachten.

Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Nasa-Wissenschaftler gingen aufgrund von Bildern der Sonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" damals davon aus, dass es sich um einen Teil einer alten chinesischen Rakete handelte, wahrscheinlich der Trägerrakete der "Chang'e 5-T1"-Mission, die 2014 von der Erde aus ins All geschossen worden war. China hatte diese Berichte jedoch zurückgewiesen. Geplante Einschläge zu Forschungszwecken hat es in der Vergangenheit auf dem Mond schon mehrfach gegeben.

Carolin Ludwig, Claudia Stephan, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.ch mit Material von AWP

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Bildquelle: Juan Alejandro Bernal / Shutterstock.com,SpaceX
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10.08.26 SpaceX Buy Deutsche Bank AG
06.08.26 SpaceX Outperform Bernstein Research
05.08.26 SpaceX Outperform RBC Capital Markets
05.08.26 SpaceX Overweight JP Morgan Chase & Co.
05.08.26 SpaceX Buy UBS AG
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SpaceX 105.47 3.76% SpaceX

SpaceX am 05.08.2026

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