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Ausblick bestätigt 16.08.2022 16:57:36

Straumann-Aktie bricht ein: Umsatz im ersten Halbjahr überschreitet erstmals Milliardenschwelle

Straumann-Aktie bricht ein: Umsatz im ersten Halbjahr überschreitet erstmals Milliardenschwelle

Straumann hat ein starkes erstes Halbjahr 2022 hingelegt.

Der Dentalimplantat-Hersteller steigerte den Umsatz und den Reingewinn deutlich. Nebst den Zahlen gab das Unternehmen den Rücktritt von Finanzchef Peter Hackel bekannt.

Konkret legten die Verkäufe im ersten Semester um knapp 20 Prozent auf 1,18 Milliarden zu, wie Straumann am Dienstag mitteilte. Es ist das erste Mal, dass der Konzern im ersten Semester bei den Verkäufen die Milliardenschwelle knackt. Organisch, also ohne Akquisitionen und Währungseffekte, betrug das Wachstum 20,8 Prozent.

Auch der Bruttogewinn stieg klar; und zwar auf 895,7 Millionen nach 751,6 Mio im Vorjahr. Die entsprechende Marge sank jedoch leicht auf 76,0 Prozent (VJ 76,3%). Beim Betriebsgewinn (EBIT) erreichte Straumann 323,9 Millionen nach 278,6 Millionen im ersten Semester 2021. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 265,3 Millionen (VJ 174,6 Mio).

Die Erfolgsrechnung wird zudem auf "Kern"-Basis dargestellt, was gewisse Sonderposten ausklammert. Dieser Kernreingewinn lag im ersten Semester bei 269,0 Millionen (VJ 227,4 Mio). Mit dem Zahlenkranz haben die Basler die Erwartungen der Analysten grösstenteils übertroffen.

Ausblick bestätigt

Mit Blick nach vorne bestätigt das Unternehmen seine bisherige Prognose. So strebt Straumann weiter ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich mit einer Profitabilität (Kern EBIT-Marge) von rund 26 Prozent an (erstes Halbjahr: 27,9%). Diese Prognose beinhaltet laut Straumann "umfangreiche" Wachstumsinvestitionen.

Die Bestätigung der Prognose erfolge trotz der "Unsicherheit in Bezug auf die makroökonomische Lage und Covid-19". Die Gruppe sei bemüht, Unterbrechungen in den Lieferketten, inflationäre und geopolitische Entwicklungen zu antizipieren und begrenzen, hiess es.

Ausserdem teilte die Gruppe ihre Absicht mit, bis 2040 Netto-Null-CO2 Emissionen verursachen zu wollen. Dieses Ziel beinhaltet die Reduktion von Scope-1-, -2- und -3- Emissionen.

Rücktritt von Finanzchef

Nebst den Zahlen gab Straumann auch bekannt, dass Peter Hackel das Unternehmen im Januar nächsten Jahres verlassen wird. Er ist seit 2014 Finanzchef des Unternehmens. Die Suche nach einem neuen CFO sei derzeit im Gange, hiess es.

Hackel habe die Entwicklung des Unternehmens während des Wachstums und verschiedener finanzieller Herausforderungen erfolgreich unterstützt, heisst es im Communiqué. Während seiner Amtszeit habe die Straumann Group ihre Position als führendes Unternehmen im Bereich der Implantologie behauptet und in die Kieferorthopädie expandiert. Ausserdem sei Straumann in der Zeit auch in das Konsumenten-Geschäft eingestiegen.

Ausserdem gibt es eine Neubesetzung im Verwaltungsrat. An der regulären Generalversammlung im Jahr 2023 soll Olivier Filliol in das Aufsichtsgremium gewählt werden. Er war bis 2021 CEO von Mettler-Toledo. Zudem ist Filliol aktuell Mitglied der Verwaltungsräte von Mettler-Toledo und Givaudan.

Beat Lüthi hingegen habe entschieden, sich nicht noch einmal zur Wahl zu stellen. Seit 2019 präsidierte er den Personal- und Vergütungsausschuss des Verwaltungsrates.

Straumann setzt sich Netto-Null-Ziel

Straumann hat sich ein Netto-Null-Ziel gesetzt. Bis 2040 will der Dentalimplantat-Hersteller seine Treibhausgase unter dem Strich auf null reduzieren um Klimaneutralität zu erreichen.

Das Unternehmen hat seine Ziele bei der Science Based Targets initiative eingereicht. Straumann verpflichtet sich damit zu wissenschaftsbasierten CO2-Reduktionszielen. Der Dentalimplantat-Hersteller hat nun zwei Jahre Zeit, um seine Pläne der Initiative vorzulegen.

Laut Straumann-CEO Guillaume Daniellot handelt es sich um ambitionierte Ziele, da die Reduktion nicht nur Scope-1-, sondern auch -2- und -3- Emissionen beinhaltet. In einem ersten Schritt werde man sich nun auf die eigenen Emissionen fokussieren, führte er am Dienstagmorgen in einem Gespräch mit AWP aus.

Dann etwa werde man das Augenmerk auf die für die Produktion verwendete Elektrizität oder den Klimafussabdruck der eigenen Geschäftsreisen legen. Und last but not least gehe es dann darum, mit den Zulieferern zu schauen, dass auch diese dem Thema Klimaschutz das nötige Gewicht beimessen würden.

So reagiert die Straumann-Aktie

Die Aktien von Straumann verbuchen am Dienstag ein sattes Minus. Der Dentalimplantatehersteller übertrifft im ersten Halbjahr sowohl beim Umsatz als auch beim Kern-EBIT die jeweiligen Analystenerwartungen. Dennoch hält der Weltmarktführer aus Basel an seinen diesjährigen Zielen fest. Das stösst den Anlegern sauer auf und sie reagieren mit Gewinnmitnahmen.

Zwischenzeitlich verlieren Straumann 9,56 Prozent auf 118,30 Franken.

Analysten zufolge hat sich das Unternehmen eigentlich gut geschlagen. "Straumann schlägt sich in diesen schwierigen Zeiten gut, insbesondere im Hinblick auf die Rentabilität und das deutlich stärkere Umsatzwachstum als die Konkurrenz", heisst es etwa bei Vontobel.

Mit einem organischen Wachstum von rund 20 Prozent übertrifft die Umsatzentwicklung die Schätzungen in den ersten sechs Monaten denn auch. Experten waren im Vorfeld von einem organischen Wachstum von etwas mehr als 16 Prozent ausgegangen.

Als erfreulich wird insbesondere das starke Abschneiden in den beiden Regionen Asien-Pazifik und Lateinamerika bezeichnet. Gut kommt auch die Margenentwicklung an. Mit 329,1 Millionen Franken liegt der Kern-EBIT nach sechs Monaten am ganz oberen Ende der Erwartungsbandbreite.

Etwas enttäuscht zeigt man sich in Analystenkreisen hingegen vom Abschneiden in Nordamerika. Dadurch habe sich das organische Umsatzwachstum im zweiten Quartal etwas verlangsamt, wie es heisst. Umso mehr zeigen sich einige Analysten überrascht, dass Straumann an den bisherigen Jahresvorgaben festhält. Diese galten bislang nämlich als eher konservativ. Darin dürfte auch der Grund liegen, dass die Konsensschätzungen für das ganze Jahr schon heute etwas über den bestätigten Zielen liegen.

Gemäss Analyst David Adlington von JPMorgan lässt sich von den beibehaltenen Jahresvorgaben auf eine deutliche Verlangsamung in der zweiten Jahreshälfte schliessen. Seines Erachtens ist Straumann zwar für eher vorsichtige Prognosen bekannt. Dennoch hatte auch er eine Erhöhung der diesjährigen Ziele für möglich gehalten. Bei den Konsensschätzungen rechnet der Medizinaltechnikanalyst vorerst allerdings nicht mit grösseren Verschiebungen.

Sein Berufskollege Graham Doyle ist da gar noch deutlich vorsichtiger. Obwohl er dem Halbjahresergebnis vorwiegend positive Aspekte abgewinnt, geht er von rückläufigen Konsensschätzungen aus. Auch die eher vorsichtigen Aussagen zur Absatzentwicklung in Nordamerika legt er dem Unternehmen negativ aus.

Immerhin bleiben die langfristigen Aussichten von Straumann positiv, wie die ZKB ergänzt. Straumann sei in den attraktiven Nischen des Dentalmarkts sehr gut positioniert, heisst es im dortigen Kommentar.

kw/rw

Basel (awp)


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Bildquelle: Keystone,Straumann AG

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