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TUI Aktie 125205291 / DE000TUAG505

Rückholaktion 03.03.2026 17:50:40

TUI-Aktie nimmt ab: Rückholung von Urlaubern aus dem Nahen Osten geplant

TUI-Aktie nimmt ab: Rückholung von Urlaubern aus dem Nahen Osten geplant

Der Reisekonzern TUI rechnet mit der Rückholung seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage.

Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland zurückzubringen, sagte Vorstandschef Sebastian Ebel im Programm von n-tv. Eine konkrete Zahl nannte er nicht.

"Wir gehen aktuell davon aus, dass wir die ersten Flüge mit diesen Unternehmen und unseren Gästen heute durchführen können", sagte Ebel. Erste Flüge sollten nach München gehen. Zudem stünden eigene Flugzeuge von TUI Fly bereit. Diese seien "standby, sobald wir die Erlaubnis bekommen, dorthin zu fliegen und Kunden auch möglichst zügig abzuholen".

"Wir sind mit fast 100 Prozent der Gäste über die App in Kontakt", sagte Ebel. Wie schnell die Rückholung abgeschlossen werden könne, hänge von der Sicherheitslage ab. "Das ist heute seriös nicht genau vorherzusagen." Er gehe jedoch davon aus, dass es "etwas ist, was einige Tage dauern wird".

Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen derzeit Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind allein rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts nannte dies "eine einigermassen verlässliche Grösse".

Israel und die USA hatten am Samstagfrüh Luft- und Raketenangriffe auf den Iran begonnen, bei denen auch Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion.

TUI-Chef sieht keinen fahrlässigen Umgang mit Sicherheitslage

Tui-Chef Sebastian Ebel sieht keinen fahrlässigen Umgang mit der angespannten Sicherheitslage in der Golf-Region. Es sei von offiziellen Stellen keine Reisewarung ausgesprochen worden, sagte Ebel dem Sender Welt-TV. "Und die gesamte Intelligenz, die wir hatten, hat auch eine solche Reaktion gar nicht vermuten lassen. Die Entfernung von Teheran nach Dubai sind, glaube ich, 700, 800 Kilometer. Das Gebiet wurde vom Auswärtigen Amt als sicher eingeschätzt und dem sind wir gefolgt." Dass die Reiseveranstalter die Verantwortung für die Rückholung der Reisegäste hätten, sei klar. "Es ist unsere Verantwortung, die Pauschalreisegäste, die mit der Tui gebucht haben, wieder nach Hause zu bringen", sagte Ebel. Was die Urlaubsbuchungen für die Golfregion angeht, erwartet er eine Delle. "Selbst wenn sich dieser Konflikt kurzfristig befriedet, was wir ja alle hoffen, dann wird das schon einige Monate dauern, bis sich das wieder normalisiert", so Ebel. "Was wir sehen, ist, dass die Kunden sehr dynamisch sich dann für andere Destinationen entscheiden." Man sehe etwa in den letzten drei Tagen einen "sehr starken Shift in die Karibik."

Iranische Cyberaktivitäten nehmen zu

Laut dem israelischen Cybersicherheitsunternehmen Check Point Software Technologies haben sich die digitalen Aktivitäten iranischer Cybergruppen seit Beginn des Konflikts verzehnfacht. Die Angriffe und Aktivitäten konzentrierten sich auf Israel und arabische Länder und umfassten Phishing-Versuche und mutmassliche "Hack-and-Leak"-Operationen, teilte das Unternehmen mit Sitz in Tel Aviv mit. Handala, eine mit dem Iran in Verbindung stehende Hackergruppe, gab an, eine offizielle Website der jordanischen Regierung lahmgelegt und jordanische Tankstellen gehackt zu haben. Eine mit dem Irak in Verbindung stehende Gruppe behauptete, einen Cyberangriff auf eine Website der kuwaitischen Regierung durchgeführt zu haben. Auch Israelis seien wiederholt Ziel von Phishing-Versuchen gewesen, so Check Point.

Iran und Hisbollah feuern weiter auf Israel

Iran und Hisbollah feuern offenbar weiter Raketen auf Israel ab. Das israelische Militär erklärte, es arbeite daran, aus dem Iran abgefeuerte Raketen abzufangen. Zudem riet es den Bewohnern Nordisraels, sich wegen des Raketenbeschusses aus dem Libanon in Schutzräume zu begeben. Bombensuchkommandos sowie Such- und Rettungsteams seien im Zentrum Israels im Einsatz, teilten israelische Behörden mit. Dort seien abgefangene Projektile des iranischen Raketenangriffs niedergegangen. Bislang seien keine Verletzungen durch die Einschläge gemeldet worden, hiess es weiter. Ein 64-jähriger Mann sei wegen Verletzungen durch Glassplitter infolge des Angriffs der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah behandelt worden.

Iranische Drohnen treffen Treibstofftank in Oman

Treibstofftanks im Handelshafen von Duqm in Oman sind von mehreren iranischen Drohnen ins Visier genommen worden. Dabei hat eine Drohne einen Tank getroffen, wie die Oman News Agency mitteilte. Der Schaden sei eingedämmt worden und es seien keine Opfer gemeldet worden, teilten die Behörden mit. Oman, das erfolglos versucht hatte, ein Atomabkommen zwischen Teheran und Washington zu vermitteln, verurteilte den Angriff auf die Anlage.

Irans Atomanlage Natanz getroffen

Wie die Atomenergiebehörde der Vereinten Nationen mitgeteilt hat, ist die iranische Atomanlage Natanz bei den US-israelischen Angriffen getroffen worden. Dies hatte Teheran bereits am Montag behauptet. Die Internationale Atomenergiebehörde, die zunächst erklärt hatte, sie habe keine Schäden gesehen, teilte am Dienstag mit, auf Grundlage der neuesten Satellitenbilder gebe es Schäden an den Eingangsgebäuden des unterirdischen Bereichs der Anlage in Natanz. Dort fand vor den US-Angriffen im vergangenen Juni der Grossteil der Anreicherungsaktivitäten der Anlage statt. "Keine radiologischen Folgen erwartet und keine zusätzlichen Auswirkungen festgestellt", teilte die Behörde in einem Beitrag auf X mit.

Israelisches Militär stationiert Truppen im Südlibanon

Das israelische Militär hat im Südlibanon Verteidigungspositionen bezogen. Dies geschah als Reaktion auf den anhaltenden Raketenbeschuss durch die Hisbollah. "Es besteht eine reale Möglichkeit, dass sie ihre Operationen gegen Israel ausweiten werden", sagte Sprecher Nadav Shoshani. Er fügte hinzu, dass das Militär keine Bodeninvasion durchführe. Israel hat seit Samstag rund 110.000 Reservisten einberufen. Viele davon sollen Positionen entlang der Grenzen verstärken, aber das Land evakuiert keine Israelis aus dem Norden.

Israel greift Hisbollah in Beirut an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Kommandozentralen und Waffenlager der Hisbollah in Beirut angegriffen. Die Kämpfe zwischen Israel und der libanesischen Miliz sind damit den zweiten Tag in Folge fortgesetzt worden. Bewohner der südlichen Vororte von Beirut sowie Dutzender Dörfer im Südlibanon sind aufgefordert worden, die Gebiete zu verlassen, wie ein Sprecher des israelischen Militärs mitteilte. Das israelische Militär gab zudem bekannt, dass es am frühen Dienstagmorgen zwei Drohnen abgefangen hat, welche die Grenze vom Libanon aus überquert hatten.

Im XETRA-Handel notierte die TUI-Aktie letztlich 1,65 Prozent tiefer bei 7,16 Euro.

awp international / Dow Jones Newswires

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Bildquelle: Tupungato / Shutterstock.com,TUI,Dafinchi / Shutterstock.com

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Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com

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