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Bankenregulierung 16.04.2024 17:53:00

UBS-Aktie rot: UBS braucht laut Finanzministerin bis zu 25 Milliarden Franken - Veröffentlichung aktualisierter Finanzdaten auf Segmentebene

UBS-Aktie rot: UBS braucht laut Finanzministerin bis zu 25 Milliarden Franken - Veröffentlichung aktualisierter Finanzdaten auf Segmentebene

Geht es nach Finanzministerin Karin Keller-Sutter, wird die neue Bankenregulierung für die UBS sehr teuer.

Nachdem der Bundesrat vergangenen Mittwoch seinen 22-Punkte-Plan zur Bankenstabilität veröffentlicht hatte, spekulierte als Erstes die "Handelszeitung" über eine Summe von bis zu 25 Milliarden Dollar, welche die UBS an zusätzlichem Kapital aufbauen muss.

Die Finanzanalysten von Autonomous Research kamen dagegen auf eine Summe von 15 Milliarden Dollar. "Es stimmt, die Grössenordnungen sind plausibel", bestätigte Keller-Sutter am Montag im Bundeshaus gegenüber Tamedia. Ob ihr 15 oder 25 Milliarden Dollar lieber wären, beantwortete sie allerdings nicht eindeutig.

UBS veröffentlicht aktualisierte Zeitreihen nach Anpassungen in den Segmenten

Die UBS publiziert aktualisierte Finanzdaten auf Segmentebene. Mit diesen will die Grossbank die bereits im Februar angekündigten Änderungen in der Segmentberichterstattung der Gruppe widerspiegeln.

Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf die finanzielle Performance des Konzerns, betonte die UBS am Dienstag in einem Communiqué. Sie würden aber im Hinblick auf die Zahlen zum ersten Quartal 2024 veröffentlicht. Die Q1-Zahlen werden am 7. Mai publiziert.

Die Änderungen betreffen unter anderem die Übertragung des "High Net Worth"-Kundensegments der Schweizer Bank der Credit Suisse auf das Global Wealth Management. Zudem geht es um die Übertragung der effektiven Gesamtkosten des Konzern-Treasury auf die Geschäftsbereiche.

Schliesslich schichtet die UBS rund 300 Millionen US-Dollar an jährlichen Kosten um, die bisher in den Bereichen Nicht-Core- und Legacy angefallen sind. Diese "ausgewählten Kosten" würden in die Kerngeschäftsbereiche übertragen. Dort seien sie besser abgestimmt und es könnten "verlorene Kosten" vermieden werden.

Kapitalsorgen belasten UBS-Aktie

Die Aktien der UBS stehen am Dienstag in einem schwachen Gesamtmarkt überdurchschnittlich stark unter Druck. Grund dafür sind anhaltende Sorgen, dass die Bankenregulierung für die Grossbank sehr teuer werden dürfte, sowie Gewinnmitnahmen

Die UBS-Aktien notierten letztlich 2,74 Prozent tiefer bei 25,53 CHF. Damit notiert ihr Kurs wieder deutlich unter dem kürzlich erreichten Mehrjahreshoch von 28,62 Franken. Derweil fällt der Gesamtmarkt gemessen am SMI um 1,38 Prozent.

Händler verweisen auf die in der Vorwoche vom Bundesrat veröffentlichten Massnahmenvorschläge, mit denen die "Too-big-to-Fail"-Banken sicherer gemacht werden sollen. In diesem Zusammenhang muss die UBS laut den Worten der Finanzministerin Karin Keller-Sutter zusätzliches Kapital aufbauen. Am Markt wurde eine Betragshöhe von 15 bis 25 Milliarden Franken herumgereicht. Dazu hatte Keller-Sutter am Montag im Bundeshaus gegenüber Tamedia gesagt: "Es stimmt, die Grössenordnungen sind plausibel." Ob ihr 15 oder 25 Milliarden Dollar lieber wären, beantwortete sie allerdings nicht eindeutig.

Dass die UBS so viel Kapital aufbauen müsse, sei das eine, meint ein Händler. "Das andere ist, dass die UBS nun möglicherweise bei den Plänen für einen Aktienrückkauf über die Bücher gehen muss."

"Die ganze Regulierungsgeschichte sorgt halt für viel Verunsicherung", sagt ein Händler. Und weil die Aktie im Vorjahr und noch bis Anfang April einen sehr guten Lauf gehabt habe, komme es nun zu Gewinnmitnahmen. Bei etwas längerer Betrachtung relativiere sich das Minus doch schon ein wenig, betont er. Zürich (awp/sda)

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Bildquelle: Keystone,Simon Zenger / Shutterstock.com,UBS,keystone