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09.05.2022 11:06:45

Deutsche Energiewirtschaft fordert Energiesparen und klare Regeln bei Gasembargo

BERLIN (Dow Jones)--Die deutsche Energiewirtschaft mahnt wegen der angespannten geopolitischen Lage zum vorsorglichen Energiesparen und zu klaren staatlichen Vorgaben, wer im Falle eines russischen Gasembargos weiterhin beliefert werden sollte. Ausserdem sollte die Bundesregierung die Strompreise reduzieren, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer Stellungnahme für den Bundestag zu den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Energieversorgung erklärte.

Im Falle eines Lieferstopps der Gaslieferungen aus Russland entstünden Engpasssituationen, deren Auswirkungen auch davon abhingen, wie sehr der Verbrauch reduziert werde. In einem solchen Fall stünden die Versorgung der geschützten Kunden im Fokus sowie die Befüllung der Gasspeicher, um eine Gasmangellage im kommenden Winter abzuwenden.

"Für die Belieferung ungeschützter Kunden brauchen die Gasnetzbetreiber klare Kriterien, wer weiterhin beliefert werden soll. Wenn Gaslieferungen nicht mehr möglich sind, muss es schnell gehen", erklärte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, in einer vorab verbreiteten Stellungnahme für die Anhörung des Bundestagsausschusses für Klimaschutz und Energie. "Es ist daher wichtig, dass bereits jetzt im Vorfeld alle notwendigen Massnahmen diskutiert und ergriffen werden, um mögliche Folgen für die Wirtschaft abzumildern."

Energieverbrauch und Stromkosten senken

Als "sehr wertvoll" bezeichnete Andreae den zuletzt beständigen Austausch der Bundesregierung mit der Energiebranche. So hätten Entscheidungen mit Augenmass getroffen werden können und die Versorgungssicherheit sei gewährleistet. Die Energiewirtschaft arbeite ausserdem mit Hochdruck daran, kurzfristig Energiemengen aus Russland zu substituieren und einzusparen, um mittel- bis langfristig unabhängig von fossilen Rohstoffen und damit auch von russischen Importen zu werden. Andreae sieht in dem Aufbau von zwei LNG-Terminals, in der Erhöhung der Importmengen aus anderen Ländern und in der nachhaltigen Sicherung der Füllstände in den Gasspeichern wesentliche Bausteine für diese Unabhängigkeit von russischem Gas. Dies alleine reiche allerdings nicht zur Versorgungssicherheit aus.

"Darüber hinaus sollten wir gemeinsam alle Hebel in Bewegung setzen, um bereits vorsorglich Energie einzusparen - bei den Haushalten und in der Industrie. Die Bundesregierung muss schnell eine Kampagne gemeinsam mit Verbänden aus Wirtschaft und Verbraucherschutz zum effektiven Energiesparen initiieren", so Andreae. Ausserdem sollte der Staat den Energiekonsumenten unter die Arme greifen. Da der Ukraine-Krieg starke Auswirkungen auf die Energiepreise habe, könne die geplante Abschaffung der EEG-Umlage allein die extrem gestiegenen Beschaffungskosten nicht abfedern.

"Seit Beginn des vergangenen Jahres haben sich die Grosshandelspreise für Strom vervierfacht, die für Gas fast verfünffacht. Das macht sich auch bei den Verbraucherpreisen bemerkbar", sagte Andreae. "Die Bundesregierung sollte zusätzlich die Senkung der Stromsteuer auf das europäisch zulässige Mindestmass und die Senkung der Mehrwertsteuer auf Strom und Gas von 19 auf 7 Prozent prüfen." Zudem sollten SPD, Grüne und FDP wie im Koalitionsvertrag angekündigt ein Klimageld vorantreiben und durch eine Energiekostenkomponente ergänzen.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/apo

(END) Dow Jones Newswires

May 09, 2022 05:07 ET (09:07 GMT)


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