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Hohe US-Nachfrage 20.09.2022 15:56:00

Swatch- und Richemont-Aktien gefragt: Schweizer Uhrenexporte bleiben auf der Erfolgsspur

Swatch- und Richemont-Aktien gefragt: Schweizer Uhrenexporte bleiben auf der Erfolgsspur

Schweizer Uhren sind weltweit sehr beliebt: Trotz wachsender Konjunktursorgen wurden im August wiederum deutlich mehr Zeitmesser exportiert.

Auch die gesamte Schweizer Exportwirtschaft ist auf Kurs.

Rezessionsängste, Verwerfungen an den Börsen oder geopolitische Krisen wie der Ukraine-Krieg setzen der Nachfrage nach Schweizer Uhren bislang kaum zu. Das zeigen die am Dienstag vom Schweizerischen Uhrenverband (FH) und vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) publizierten Statistiken.

Starke US-Nachfrage

Demnach kletterten die Schweizer Uhrenexporte im August gegenüber dem Vorjahresmonat mit knapp 15 Prozent auf 1,74 Milliarden Franken stärker in die Höhe als von Experten erwartet. Garant des Erfolgs sind die USA, wohin die Uhrenexporte mit fast einem Viertel weiter kräftig zulegten.

Der Appetit US-amerikanischer Konsumentinnen und Konsumenten nach Schweizer Zeitmesser sei seit Monaten gross, sagt Jean-Philippe Bertschy, Experte für Luxusgüter bei der Bank Vontobel. Das zeige sich auch anhand der Exportzahlen für Länder, die bei US-Amerikanern als Reiseziele beliebt sind.

Ins Auge sticht etwa das Wachstum der Schweizer Uhrenexporte von 30 Prozent nach Frankreich. Und auch nach Grossbritannien (+11%) oder Deutschland (+13%) wurde mehr exportiert, während der Uhrenverband das Minus für Italien (-4,1%) mit dem hohen August-Wert aus dem Vorjahr begründet.

Erholung in China

Besser läuft das Geschäft mittlerweile in dem für die Branche wichtigen chinesischen Markt. Hatten vor allem im Frühjahr die strengen Corona-Regeln und Lockdowns in zahlreichen Grossstädten auf die Nachfrage gedrückt, erholten sich die Uhrenexporte nach China in den letzten Monaten.

Im August kletterten die Ausfuhren ins "Reich der Mitte" um 15 Prozent in die Höhe. Noch kräftiger legten Japan (+48%) und Singapur (+37%) zu, was ebenfalls mit Corona-Lockerungen begründet wird. Dagegen setzte sich der Abwärtstrend im einst wichtigsten Absatzmarkt Hongkong (-7,8%) fort.

Nach Preiskategorien nahm das Volumen bei teuren Uhren zu Exportpreisen von 3000 Franken und mehr um einen Fünftel weiter zu. Viele Marken erhöhten in diesem Jahr die bereits hohen Preise bei anhaltend guter Nachfrage. Im günstigsten Preissegment (unter 200 Fr.) kam es zu einem Exportwachstum von gar 44 Prozent. Dafür dürfte die Moonswatch der Swatch Group verantwortlich sein, für die Uhrenliebhaber rund um den Globus Schlange stehen.

Leichtes Exportplus

Auch die gesamte Schweizer Exportwirtschaft ist in einem guten Zustand. So nahmen im August die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 1,4 Prozent auf 21,8 Milliarden Franken zu. Real - also um Preisveränderungen bereinigt - resultierte ein Plus von 2,1 Prozent nachdem die Exporte im Juli noch klar rückläufig waren. Davor waren im zweiten Quartal Rekordausfuhren verbucht worden. Im Unterschied zu den Uhrenexportdaten legt das BAZG hier den Fokus auf saisonbereinigte Werte.

Treiber des Exportwachstums waren zum einen die chemisch-pharmazeutischen Produkte (+4,4%), die wie üblich mehr als die Hälfte zu den gesamten Exporten beisteuerten. Auch die Maschinen- und Elektroindustrie steigerte die Ausfuhren um 2,8 Prozent nach dem Rückgang im Juli.

Bei den Einfuhren kam es im August gegenüber den Vormonat zu einem Anstieg von 1,5 Prozent auf 19,5 Milliarden Franken (real: +1,3%). In der Folge kam der Handelsbilanzüberschuss bei 2,34 Milliarden Franken zu liegen und damit auf dem gleichen Niveau wie im Vormonat.

mk/rw

Vor allem der steigende Absatz in den USA und die grosse Nachfrage nach teuren Uhren prägen das Geschäft.

Die Uhrenexporte legten im August zum Vorjahr um knapp 15 Prozent auf 1,74 Milliarden Franken zu, wie die am Dienstag veröffentlichten Statistiken des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) und des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) zeigen.

Damit setze sich die gute Entwicklung des laufenden Jahres fort, schreibt der Uhrenverband. Seit Jahresbeginn stiegen die Uhrenexporte um 12 Prozent auf 15,9 Milliarden Franken. Dabei bewegten sich die monatlichen Wachstumsraten in einer Bandbreite 7 bis 24 Prozent.

US-Aufschwung hält an

Die meisten Uhren wurden gemessen am Exportvolumen im August erneut in die USA verschifft. Die Uhrenexporte über den Atlantik kletterten verglichen mit dem Vorjahresmonat um 23 Prozent auf 262 Millionen Franken. Seit Monaten verzeichnet dieser Markt starkes Wachstum.

Aber auch der chinesische Markt scheint sich von den strengen Corona-Massnahmen, welche die Wirtschaft vor allem im Frühjahr unter Druck setzten, zu erholen. Die Ausfuhren ins "Reich der Mitte" kletterten um 15 Prozent auf ebenfalls 262 Millionen Franken in die Höhe.

Den grössten Sprung in den für die Uhrenindustrie wichtigsten Märkte vollzog Japan mit einem Plus von 48 Prozent, während die Exporte nach Singapur um 37 Prozent anzogen. In beiden Fällen dürften Corona-Lockerungen mit ein Grund dafür sein.

In Europa betrug das durchschnittliche Wachstum 11 Prozent, während sich der Abwärtstrend im einst wichtigsten Absatzmarkt Hongkong (-7,8%) fortsetzte.

Teure Uhren gefragt

Nach Preiskategorien aufgeteilt nahm das Volumen bei teuren Uhren zu Exportpreisen von 3000 Franken und mehr das Stück in Franken gemessen um einen Fünftel weiter zu. Viele Marken erhöhten in diesem Jahr angesichts des Inflationstrends und der starken Nachfrage die Preise für die teuren Stücke.

Im günstigsten Preissegment (unter 200 Fr.) kam es ebenfalls zu einem Exportwachstum, und zwar gar von 44 Prozent. Dafür dürfte die stark nachgefragte Moonswatch der Swatch Group verantwortlich sein. Für die beliebten Modelle der Konzernmarken Swatch und Omega stehen die Uhrenliebhaber rund um den Globus Schlange.

Der Wachstumstrend in der Luxusgüterindustrie hält trotz wachsender Inflations- und Rezessionssorgen an: Im August kletterten die Exporte der Schweizer Uhrenhersteller gegenüber dem Vorjahresmonat um knapp 15 Prozent in die Höhe. Damit seien die Markterwartungen klar übertroffen worden, sagte Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy zu AWP.

Als Haupttreiber sieht Bertschy nach wie vor die sehr gute Nachfrage in den USA. Dabei hätten die US-amerikanischen Konsumentinnen und Konsumenten nicht nur im eigenen Land Uhren gekauft, sondern auch auf Reisen. Das zeige beispielsweise das Wachstum in dem für US-Amerikaner sehr beliebten Reiseziel Frankreich. Allerdings dürfe der Monat August angesichts der vergleichsweise tiefen Volumen nicht überbewertet werden, ergänzte Bertschy.

Auch Patrik Schwendimann von der ZKB sieht die USA und die Entwicklung in Europa als treibender Faktor für das anhaltend gute Wachstum der Uhrenbranche. Zugleich habe sich das Geschäft in dem zuletzt von Corona-Massnahmen gehemmten chinesischen Markt im August besser als erwartet entwickelt. Das komme der in China stark vertretenen Swatch-Gruppe besonders zugute.

Zudem dürfte Swatch laut Schwendimann auch vom kräftigen Wachstum in der günstigsten Preiskategorie (Exportpreise bis 200 Fr.) profitiert haben. Dort feiert der Konzern mit der rund um den Globus stark nachgefragten Moonswatch Erfolge. Angesichts des schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfelds sei die Uhrenbranche "immer noch verblüffend gut unterwegs", fasst der ZKB-Analyst zusammen.

Gut aufgenommen werden die Daten zu den Schweizer Uhrenexporten auch bei Barclays, JPMorgan oder Goldman Sachs. Die Zahlen zeigten einen sehr robusten Wachstumstrend, getragen von einer guten Nachfrage in den USA und Europa, heisst es unisono. Ausserdem hätten sich China besser als erwartet und Japan überraschend stark entwickelt. Swatch sei auf gutem Weg, das 2022er-Ziel eines zweistelligen Umsatzwachstums zu erreichen, heisst es bei Barclays.

Die Aktien der Schweizer Uhrenkonzerne Richemont und Swatch sind am Dienstag auf dem Vormarsch. Die Swatch-Aktie gewinnt im Schweizer Handel zeitweise 2,65 Prozent auf 232,60 CHF, während es für Richemont-Titel zwischenzeitlich 0,79 Prozent auf 102,25 CHF nach oben geht.

Biel (awp)


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Bildquelle: Keystone

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