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Margenziel aufgegeben |
25.03.2025 17:53:37
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Kühne+Nagel-Aktie unter Druck: Kühne+Nagel setzt Fokus auf Wachstum

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel passt seine Mittelfristziele an.
Konkret peilt das Unternehmen bis 2030 ein Wachstum des 1,5-fachen der globalen BIP-Wachstumsrate an. Dies teilte Kühne+Nagel am Dienstag im Vorfeld eines Investorentages in London mit.
Damit will der Konzern die Konkurrenz überflügeln und Marktanteile gewinnen. Denn es werde angenommen, dass der Logistikmarkt in etwa im Rahmen des Weltwirtschaftswachstums zulegt, wie es in der Präsentation heisst.
Das bisherige Hauptziel des Unternehmens, das den Fokus auf die Profitabilität legte, wird hingegen aufgegeben. Konkret wollte Kühne+Nagel bislang bis 2026 eine Konversionsrate von 25 bis 30 Prozent erreichen. Dieses Ziel wird nun nicht mehr erwähnt.
Die Kennzahl gibt das Verhältnis von EBIT zum Rohertrag an, wobei letzteres der um die volatilen Frachtraten bereinigte Umsatz ist. Sie gilt in der Branche als wichtiger Profitabilitätswert.
Zu optimistische Annahmen
Das Ziel hatte bei vielen Analysten zuletzt als zu ambitioniert gegolten, nachdem für 2024 ein Wert von 19,1 Prozent ausgewiesen worden war. Die Annahmen zur Marktentwicklung seien zu optimistisch gewesen, heisst es nun auch von Kühne+Nagel in den Unterlagen zum Investorentag. Zudem hätten Umstrukturierungen die Fortschritte verlangsamt.
Der Konzern bekam in den letzten beiden Jahren die Normalisierung des Geschäfts zu spüren. Davor hatte der "Nach-Corona-Boom" dem Logistiker wegen der Lieferengpässe viel Arbeit und Traumrenditen beschert. So wurden für die Jahre 2021 und 2022 Konversionsraten von über 30 Prozent erreicht.
Margenziel für Luft- und Seefracht
Ein Margenziel gibt es allerdings nach wie vor für die einzelnen Geschäftsfelder von Kühne+Nagel. So soll die kombinierte Rate in der See- und Luftfracht bis 2030 bei rund 35 Prozent zu liegen kommen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Bis anhin galt für diese beiden Bereiche ein mittelfristiges Ziel von über 40 Prozent. Im letzten Jahr wurden in der Seefracht 41 Prozent und in der Luftfracht 27 Prozent erreicht.
In den beiden kleineren Geschäftsbereichen Landverkehr und Kontraktlogistik werden stabile Werte erwartet. 2024 wurden rund 8 und 6 Prozent erreicht. Bislang war mit einer klaren Verbesserung auf über 10 Prozent im Bereich Landverkehre und auf 7 bis 9 Prozent im Bereich Kontraktlogistik gerechnet worden.
Neu ein EBIT-Ziel
Ausserdem gibt es von Kühne+Nagel neu ein Ziel für den wiederkehrenden EBIT im laufenden Jahr. Es sollen 1,50 bis 1,75 Milliarden Franken werden.
2024 waren es 1,67 Milliarden. Es werde nun jedes Quartal ein Update zu dieser Guidance geben, heisst es in den Unterlagen.
Nur Ergänzungszukäufe
Eine neue Zahl gibt es ausserdem zur Dividendenpolitik: Es wird eine Ausschüttungsquote von 80 Prozent angestrebt.
Betont wird in diesem Zusammenhang auch, dass sich die Abenteuerlust in Sachen Übernahmen in engen Grenzen hält. Es würden nur Ergänzungsakquisitionen in Betracht gezogen, wird betont. All die nun präsentierten Ziele basierten hauptsächlich auf organischem Wachstum.
Kühne+Nagel-Aktien nach Guidance-Update klar tiefer
Die Aktien von Kühne+Nagel standen am Dienstag auf den Verkaufslisten der Anleger. Der Logistiker gab anlässlich eines Investorentages neue Mittelfristziele bekannt und streicht seine zuvor als ambitioniert angesehenen Margenziele. Diese werden von Analysten nun im Gegensatz zur alten Prognose nun als realistisch beurteilt.
Die Titel von Kühne+Nagel verloren letztlich an der SIX 4,04 Prozent auf 204,10 Franken.
Dem Logistikkonzern wurde von Analystenseite her angesichts des schwierigen Marktumfelds schon länger ein eher schlechtes Erwartungsmanagement nachgesagt. Und auch nach den nun neuen Zielen dürfte es für "K+N eine Herausforderung sein, Analysten und Investoren von der Tragfähigkeit der neuen Guidance zu überzeugen", heisst es etwa von der ZKB. Prinzipiell bleibe die Profitabilität der Gruppe aber "beeindruckend".
Mit den neuen Guidance habe man die Ziele nun wieder auf "realistischere Werte" zurückgesetzt, heisst es derweil von Vontobel. Diese dürften nun "im Grossen und Ganzen" mit den Markterwartungen übereinstimmen. Die damit verbundene klarere Kommunikation könne nun die Grundlage bilden, "um das Vertrauen der Anleger wiederherzustellen".
Zudem seien dem Unternehmen nun wieder positive Überraschungen zuzutrauen, heisst es bei Bernstein. Denn der neue Ausblick scheine "bewusst konservativ" zu sein. Auch weil in den nächsten sechs Jahren auf keine nennenswerte Margenausweitung in Aussicht gestellt werde. Dies gebe zwar "wenig Grund zur Freude", sei aber eine Basis, die es zu schlagen gelte.
rw/ra/sta
London / Bern (awp)
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