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03.04.2025 11:30:37
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Aktien Schweiz: Trump-Zölle sorgen für breit angelegte Verkaufswelle
Zürich (awp) - US-Präsident Donald Trump löst an den Finanzmärkten mit seinen Zollerhöhungen eine Flucht in sichere Häfen aus. Im Gegenzug geben die Aktienkurse auf breiter Front nach - auch am Schweizer Aktienmarkt. Per Dekret hat der US-Präsident Zollerhöhungen von 10 Prozent auf alle Importe der USA erlassen. Einige Länder wie die Schweiz kommen mit 31 Prozent noch schlechter weg. "Donald Trump bricht einen globalen Handelskrieg vom Zaun", kommentiert Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. "Die geplanten Massnahmen übertreffen die schlimmsten Befürchtungen."
Ein weiterer Marktstratege spricht vom Ende der Freihandelsära. Für den Investment-Experten Jurus Arthur von Oddo BHF dürften die politischen Entscheidungen kurzfristig grosse Auswirkungen auf die Aktienmärkte haben. "Die mittelfristige Entwicklung wird von den Gewinnprognosen abhängen, die wiederum von den Reaktionen der jeweiligen Handelspartner der USA beeinflusst werden", so der Experte. Während die EU und China bereits Gegenmassnahmen ankündigten, reagiert die Regierung in Bern zurückhaltend. Man nehme die Zoll-Entscheidung zur Kenntnis, schrieb Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter.
Der Leitindex SMI verliert gegen 11.00 Uhr 1,83 Prozent auf 12'357,69 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, fällt um 2,12 Prozent auf 1986,04 Punkte und der breite SPI um 1,79 Prozent auf 16'490,00 Zähler. Im SLI stehen 25 Verlieren vier Gewinner gegenüber. SIG sind unverändert.
Noch deutlicher ging es zuvor an den asiatischen Börsen abwärts, während die europäische Märkte ähnlich stark wie hierzulande verlieren. Der deutsche Dax oder auch der franzsöische Cac 40 und der britische FTSE 100 geben jeweils um mehr als 1 Prozent nach. Auch für die Wall Street zeichnen sich anhand der Futures Abgaben von mindestens 2 Prozent zum Handelsstart ab.
Am Devisenmarkt wird vor allem der Greenback von der Trumpschen Zollpolitik belastet. Sowohl zum Euro als auch zum Franken gibt der US-Dollar nach. Das Euro/Dollar-Paar überwindet dabei die Marke von 1,10 und kostet damit so viel wie zuletzt im Oktober 2024. Zum Franken sackt der Greenback auf den tiefsten Stand seit November ab.
Dass der SMI nicht noch weiter abrutscht, ist den beiden Schwergewichten Novartis (+0,5%) und Nestlé (+0,1%) zu verdanken, die sich besser als der Markt halten. Auch Lonza (+0,1%) sind knapp fester. Und Swisscom sind mit Avancen von über 2 Prozent einsamer Gewinner - die ausschliessliche Fokussierung des Unternehmens auf die Schweiz und Italien hilft dem Titel.
Die relalativ gute Entwicklung bei Novartis hat damit zu tun, dass pharmazeutische Produkte von den Zöllen ausgeschlossen bleibten, was Investoren mit Erleichterung quittieren. Am Vortag noch war die Gesundheitsbranche europaweit unter Druck gekommen, weil befürchtet wurde, dass auch sie Opfer der US-Zollpolitik würde. Für die Schweiz sei dies als gute Nachricht zu werten. Immerhin gehen 55 Prozent der US-Exporte auf das Konto der pharmazeutischen Industrie.
Anders sieht es für das zweite Pharmaschwergewicht Roche aus, das um 2,6 Prozent nachgibt. Die Basler hatten am Vortag einen Forschungs-Misserfolg mit dem MS-Mittel Ocrevus vermeldet. Dies schürt bei Analysten nun die Sorge, dass Roche das Patent für seinen Blockbuster kaum noch über 2028/29 hinaus verlängern kann.
Hart getroffen werden dagegen Techwerte und die beiden Uhrenhersteller von den Zöllen. Logitech sacken um mehr als 10 Prozent ab, VAT um 4,7 Prozent. Für Richemont (-5,6%) und Swatch (-4,8%) stellen die USA den wichtigsten Auslandsmarkt dar: Etwa ein Fünftel der Schweizer Uhrenexporte geht in die USA.
Aber auch der Logistiker Kühne+Nagel (-5,7%) kommt auch unter die Räder. Grundsätzlich ist das Unternehmen zwar ein Profiteur von Komplexität im Welthandel, weil dann mehr Dienstleistungen nachgefragt werden. "Nun gehen Investoren aber offensichtlich davon aus, dass der Welthandel wegen der Zölle leiden könnte - und dem kann sich Kühne+Nagel auch nicht entziehen", meint ein Marktbeobachter.
Abverkauft werden auch Bankenwerte wie die UBS, Partner Group und Julius Bär, die sich um bis zu 4,2 Prozent verbilligen. Im Markt heisst es, sie litten unter den Marktentwicklungen, die auf die Marktzinsen drückten. Dies ist generell eher von Nachteil für die Zinseinkünfte der Banken.
Nutzniesser tieferer Zinsen sind dagegen Immobilienwerte, wie ein Blick auf den breiten Markt zeigt. Mobimo, SPS, PSP oder auch Allreal gewinnen immerhin bis zu 0,5 Prozent hinzu. Sie werden ihrer Bezeichnung "Beton-Gold" damit einmal mehr gerecht.
hr/rw
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