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19.03.2025 11:27:37

Swiss Steel schreibt weiter Verlust und hofft auf Trendwende

(Zusammenfassung, mit Aussagen des CEO)

Luzern (awp) - Der angeschlagene Stahlhersteller Swiss Steel hat auch 2024 tiefrote Zahlen geschrieben. Zwar verbesserte er die Profitabilität etwas, doch für eine Trendwende muss das Unternehmen auf eine Erholung der industriellen Produktion in Europa hoffen.

Das Grundübel für den Stahlkocher blieb auch im vergangenen Jahr die schwache Nachfrage. Insbesondere in der Automobilindustrie lagen die Produktionszahlen deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau. Das Absatzvolumen sank insgesamt um 5,1 Prozent auf 1056 Kilotonnen. Der um Devestitionen bereinigte Umsatz fiel um 14,3 Prozent auf 2,84 Milliarden Euro.

Gleichzeitig kämpfte der Stahlhersteller mit hohen Stromkosten. "Wären die Netzkosten in Deutschland und in der Schweiz nicht so stark gestiegen, hätten wir 2024 operativ die Gewinnschwelle erreicht", sagte Swiss Steel-CEO Frank Koch der Nachrichtenagentur AWP am Mittwoch.

Von Einmaleffekten profitiert

Operativ erzielte Swiss Steel auf Stufe EBITDA nun aber einen Verlust von 35,5 Millionen, wobei dieses Ergebnis von positiven Einmaleffekten begünstigt wurde. Die Gruppe verkaufte ihre Aktivitäten in Portugal, Argentinien, Kolumbien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie ihre ehemalige Konzernzentrale in Düsseldorf. Der Nettoverlust lag bei 197,2 Millionen Euro nach 294,8 Millionen im Vorjahr.

Wegen der anhaltenden Krise nahm der Konzern im letzten Jahr harte Einschnitte vor. So baute das Innerschweizer Unternehmen rund 800 der insgesamt 7500 Stellen ab, in der Schweiz waren es 130 von 750 Arbeitsplätzen. Eine weitere Reduktion der Aktivitäten in der Schweiz ist laut dem CEO vorerst nicht geplant.

Kapitalerhöhung verpufft

Zur Stabilisierung wurden mehrfach Kapitalerhöhungen durchgeführt, zuletzt im April 2024 mit 287,8 Millionen Franken. Zudem schloss Swiss Steel Anfang 2025 neue Finanzierungsvereinbarungen ab, darunter eine 150-Millionen-Euro-Kreditfinanzierung von Hauptaktionär und Amag-Erbe Martin Haefner und eine Verlängerung der wesentlichen Konzernfinanzierungen bis Dezember 2029. Der Abschluss der Transaktion ist für April 2025 vorgesehen.

Von der letzten Kapitalerhöhung blieb wenig übrig, da der Konzernverlust Teile davon wieder aufzehrte. Zum Jahresende betrug das Eigenkapital 322,8 Millionen Euro, nach 234,4 Millionen Euro ein Jahr davor. Die Eigenkapitalquote stieg auf 19,3 von 12,1 Prozent per Ende 2024.

Auch die Politik will helfen: Bis Ende 2028 können vier Firmen der Stahl-, Eisen- und Aluminiumproduktion Überbrückungshilfen beantragen. Swiss Steel prüft aktuell noch ein Gesuch. "Eine gezielte Entlastung bei den Netznutzungskosten wäre ein wichtiger Baustein zur Stärkung der wirtschaftlichen Basis - insbesondere am Standort Emmenbrücke", sagte CEO Koch.

"Anzeichen einer Erholung"

Swiss Steel sah zu Jahresbeginn bei den Auftragseingängen immerhin "leichte Anzeichen einer Erholung", wie es in einer Mitteilung hiess. Der Weg zur vollständigen Erholung brauche Zeit. Entscheidend werde dabei die Erholung der industriellen Produktion sein.

Bis wann ist eine Markterholung nötig, damit Swiss Steel finanziell durchkommt? CEO Koch äussert sich gegenüber AWP dazu vage. Die Finanzierung sei so gestaltet, dass sie dem Unternehmen "langfristige Planungssicherheit" gebe. "Unter anderem mit einer Laufzeit der wesentlichen Finanzierungen bis Ende 2029", sagte Koch. Der "solide Businessplan" verschaffe dem Unternehmen den nötigen Spielraum.

Abschied von der Börse im Juni

Im Juni verlässt Swiss Steel die Schweizer Börse. Sinkende Handelsvolumen und hohe Börsenkosten lohnen sich nicht mehr.

Der Aktienkurs zerbröselte in der letzten Zeit. Seit Jahresbeginn büssten die Papiere rund zwei Drittel an Wert ein. Im Vorjahr hatten sie bereits 73 Prozent verloren. Aktuell wird das Unternehmen an der Börse nur noch mit rund 47 Millionen Franken bewertet.

Rund 90 Prozent der Aktien werden von nur drei Parteien gehalten: Grösster Aktionär ist Martin Haefner. Daneben halten auch der Ostschweizer Industrielle Peter Spuhler und die Liwet Holding des russischen Oligarchen Viktor Vekselberg grössere Anteile.

to/rw

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