| ETFs |
28.02.2025 10:44:50
|
Comeback der Momentum-Aktien?
Dicke Luft an der Wall Street. Die andauernden Drohungen von US-Präsident Donald Trump zur Einführung von Strafzöllen und deren immer wahrscheinlicher werdende Durchführung lassen die Alarmglocken der Investoren klingeln.
Allerdings könnte auch dieser Rücksetzer bzw. diese Korrektur erneut nur temporärer Natur sein und so ablaufen wie im vergangenen Sommer oder zum Jahreswechsel: Die Aktien, die bislang den Aufschwung getragen haben, lassen etwas Luft aus der Bewertung ab, um dann neuen Spielraum für den nächsten Anstieg zu bekommen. Diese sogenannten Momentum-Aktien sind bekannt für ihre beeindruckende Performance, doch ebenso typisch sind zwischenzeitliche Rücksetzer. Und der aktuelle Abschlag könnte für längerfristig orientiere Investoren deshalb erneut eine interessante Einstiegsmöglichkeit bieten. Wobei hier wieder auf die Risikostreuung zu achten ist, was durch eine Anlage in speziellen ETFs gelingen kann.
Sogenannte Momentum-ETFs folgen einer klaren Regel: Sie setzen auf Aktien, die in der jüngeren Vergangenheit besonders stark performt haben und durch relative Stärke glänzen. Bekannte Indizes wie der MSCI World Momentum Index oder der S&P 500 Momentum Index rotieren regelmässig ihre Positionen und bündeln so die stärksten Trends.
Mit dem jüngsten Rücksetzer könnte nun der ideale Zeitpunkt sein, um Positionen aufzubauen. Historisch gesehen neigen Momentum-Strategien dazu, nach Phasen der Konsolidierung wieder neue Höchststände zu erklimmen. Wer von diesem Prinzip profitieren möchte, findet in Momentum-ETFs eine bequeme Möglichkeit, breit gestreut auf die stärksten Gewinner zu setzen - und das ohne den Aufwand, einzelne Aktien zu analysieren.
Wer auf eine baldige Erholung im amerikanischen Markt setzen will, findet im iShares Edge MSCI USA Momentum Factor UCITS ETF ein adäquates Angebot. Dieser ETF ist mit einer Fondsgrösse von derzeit rund 490 Mio. Fr. in insgesamt 125 Positionen investiert. Die drei Top-Positionen sind der Chipproduzent Broadcom mit knapp 6.8 %, der iPhone-Gigant Apple mit 5.6 % und die grösste US-Geschäftsbank J.P. Morgan Chase mit knapp 5 %. Die Gesamtkostenquote pro Jahr beträgt 0.20 %. Dieser ETF musste zwar zuletzt ebenfalls Federn lassen, gehört aber in der Performance vor allem langfristig zu den besten Fonds seiner Art mit einem Zugewinn von rund 36 % in den letzten drei Jahren.
Anleger, die nicht nur den amerikanischen Markt in den Fokus nehmen, sondern weltweit von Momentum-Aktien profitieren wollen, könnten auf den Xtrackers MSCI World Momentum Factor UCITS ETF 1C setzen. Dieser hat eine Fondsgrösse von rund 1.36 Mrd. Fr. und ist mit 348 Positionen sehr breit gestreut. Allerdings haben auch hier die amerikanischen Werte ein deutliches Übergewicht mit rund 73 %. Spitzenpositionen sind Apple mit 5.6 %, Meta Platforms mit gut 5 % und NVIDIA mit 4.7 %. Der Unterhalt dieses ETFs kostet pro Jahr 0.25 %. Im Performancevergleich lieferte er in den vergangenen drei Jahren eine Wertentwicklung von aktuell 35.7 %.
Anleger, die amerikanische Aktien lieber meiden wollen, können sich aber auch auf europäische Aktien konzentrieren. Zwar konnten diese bislang langfristig in der Performance nicht ganz mit den US-Momentum-Aktien mithalten. Seit Donald Trump das Ruder übernommen hat, gehen allerdings immer mehr institutionelle Investoren davon aus, dass europäische Unternehmen hier womöglich den amerikanischen Markt outperformen könnten, was zumindest derzeit der Fall ist. Der iShares Edge MSCI Europe Momentum Factor UCITS ETF hat eine Fondsgrösse von 434 Mio. Fr. und ist in 125 Werten investiert. Regional entfällt dabei der grösste Anteil mit 21 % auf Deutschland, gefolgt von der Schweiz mit 17 % und Grossbritannien mit 16.5 %. Die drei Spitzenpositionen entfallen auf SAP mit 5.3 %, Roche Holding mit 4.5 % und die Deutsche Telekom mit 4.3 %. Mit einer Gesamtkostenquote von 0.25 % pro Jahr ist dieser Fonds ebenfalls relativ günstig im Unterhalt und kann im bisherigen Jahresverlauf immerhin schon auf eine Performance von 10.8 % aufbauen, während die beiden vorgenannten ETFs diesbezüglich nur bei 4.3 % bzw. 4.7 % liegen. Der iShares Europe ETF bringt es bislang auf eine 3-Jahres-Performance von knapp 29 %.
Weitere Links:
KI-Boom, Kupfer & Uran – Welche Rohstoffe profitieren wirklich?
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur die Technologiebranche, sondern sorgt auch für eine völlig neue Dynamik an den Rohstoffmärkten. In diesem Interview spricht Rohstoffexperte Professor Dr. Torsten Dennin über die Metalle hinter dem KI-Boom, warum Kupfer, Uran und Silber strategisch immer wichtiger werden und welche Chancen sich daraus für Anleger ergeben. ⚡
Der Ausbau von künstlicher Intelligenz, Rechenzentren und Elektrifizierung sorgt für einen stark steigenden Rohstoffbedarf. Im Gespräch geht es darum, welche Märkte tatsächlich profitieren, wo strukturelle Knappheit droht und welche Risiken Anleger beachten sollten.
Kupfer als zentraler Rohstoff für Elektrifizierung und KI-Infrastruktur
Strukturelle Angebotslücken bei Kupfer
Silber zwischen Industriemetall und Investment
Einfluss von Realzinsen auf Gold und Silber
Uran als Energiequelle für Rechenzentren
Chancen und Grenzen von Erdgas als Übergangstechnologie
Gallium, Germanium und seltene Erden
Versorgungssicherheit und Abhängigkeit von China
Investitionen über Minen- und Rohstoffaktien
Öl als mögliches geopolitisches Überraschungsrisiko
Gold als strategischer Sicherheitsbaustein
Inside ETF
ETF-Finder
Meistgelesene Nachrichten
ETF Kategorien
| Alternative Investmentfonds | Aktienfonds |
| Immobilienfonds | Sonstige Fonds |
Grösste ETF Gesellschaften
| Amundi ETF | Invesco |
| ComStage | db x-trackers |
| iShares plc | Lyxor AM |
| UBS ETF | State Street SPDR |
Börse aktuell - Live Ticker
SMI gibt nach -- DAX im Plus -- Wall Street gespalten erwartet -- Asiens Börsen letztlich uneinsDer heimische Aktienmarkt zeigt sich vor dem Wochenende schwächer. Der deutsche Leitindex verbucht Gewinne. An der Wall Street zeichnet sich eine uneinheitliche Tendenz ab. Die Börsen in Fernost fanden am Freitag keine gemeinsame Richtung.


