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04.04.2025
Geändert am: 04.04.2025 23:23:08

Globaler Handelskrieg: SMI und DAX mit massivem Kursrutsch ins Wochenende -- US-Börsen rutschen letztlich ab -- Nikkei schliesst tiefrot

Der heimische und deutsche Aktienmarkt verzeichnete vor dem Wochenende drastische Verluste. Auch an den US-Börsen ging es tief abwärts. Die japanische Börse verbuchte am Freitag deutliche Abschläge.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt bewegte sich am Freitag tief im Minus.

Der SMI begann den Handel bereits in der Verlustzone und rutschte anschliessend noch deutlicher ab. Zum Börsenschluss belief sich der Abschlag auf 5,1 Prozent bei 11'648,83 Punkte.
Die Nebenwerteindizes SPI und SLI folgten der Tendenz des Leitindex. Zuvor waren sie schwächer in den Tag gestartet. So verabschiedete sich der SPI letztlich 4,98 Prozent schwächer bei 15'547,81 Punkten, während der SLI 5,08 Prozent auf 1'866,22 Zähler abgab.

An den Finanzmärkten hat sich am Freitag Panik ausgebreitet. Nachdem die Märkte bereits am Vortag deutlich verloren hatten, gerieten sie heute noch deutlich stärker unter Druck. Nach der Zollankündigung von Donald Trump vom Mittwochabend kommen nun die ersten Retourkutschen. So hat China um den Mittag hiesiger Zeit Gegenzölle auf US-Importe in Höhe von 34 Prozent angekündigt, was zu einer Verkaufswelle an den internationalen Aktienmärkten im grösseren Stil bzw. wie zuletzt am Anfang der Corona-Pandemie sorgte.

Der SMI fiel phasenweise um über 5 Prozent und unterschritt dabei im Tiefpunkt bei knapp 11'580 Punkten sogar den Schlusskurs von Ende 2024. Seit dem Jahreshoch bei knapp 13'200 Punkten Anfang März hat der hiesige Leitindex damit über 12 Prozent eingebüsst. Der US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag mochte die Investoren dabei wenig zu beeinflussen. Der US-Arbeitsmarkt habe sich im März, also vor den massiven Zollerhöhungen durch die amerikanische Regierung, in einem robusten Zustand gezeigt, heisst es in einem Kommentar der Commerzbank.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt notierte am Freitag tief in der Verlustzone.

Der DAX eröffnete niedriger und baute seine Abschläge im weiteren Verlauf noch kräftig aus. Er ging letztlich 4,95 Prozent schwächer bei 20'641,72 Punkten ins Wochenende.

Der von US-Präsident Donald Trump losgetretene globale Handelskrieg eskaliert und stürzte die Börsen vor dem Wochenende tiefer nach unten. China reagierte am Freitag auf die Zoll-Lawine aus den USA mit Gegenzöllen auf US-Importe. Sie sollen bei 34 Prozent liegen, nachdem die Vereinigten Staaten in zwei Schritten Abgaben von mehr als 50 Prozent auf Waren aus der Volksrepublik verhängt hatten. Der DAX weitete nach der Nachricht seine bereits deutlichen Verluste spürbar aus. Am Nachmittag veröffentlichte US-Arbeitsmarktdaten für den Monat März spielten angesichts des Zollkriegs und der damit verbundenen Ungewissheit kaum eine Rolle für die Kursentwicklung am deutschen Aktienmarkt.

"Der globale Handelskrieg läuft sich warm", kommentierte der Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, Thomas Gitzel. "Vermutlich wird es auch seitens der EU zu Kontermassnahmen kommen, sodass dann alle bedeutenden Wirtschaftsräume in einen Zollkrieg involviert sind." Die Weltwirtschaft werde dadurch erheblichen Schaden nehmen. Eine globale Rezession sei nicht mehr auszuschliessen.

WALL STREET

Der Ausverkauf an der Wall Street setzte sich am Freitag in beschleunigter Form fort.

Nach schwachem Start rutschte der Dow Jones und verlor zum Handelsschluss 5,50 Prozent auf 38'314,86 Zähler.
Etwas schlimmer erging es dem Techwerteindex NASDAQ Composite, der sich gegenüber dem Donnerstag um 5,82 Prozent auf 15'587,79 ermässigte.

Die Ankündigung von Gegenzöllen auf US-Importe durch China hat den jüngsten Kurseinbruch an den New Yorker Börsen am Freitag noch verschärft. Die hohen Verluste wurden von weit überdurchschnittlichen Handelsumsätzen begleitet, die wohl den Begriff Ausverkauf rechtfertigen. Am Vortag war der weltweit bekannteste Aktienindex bereits um 4 Prozent gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump umfangreiche Importzölle angekündigt hatte. Der Dow fiel am Freitag auf den niedrigsten Stand seit Mitte vergangenen Jahres. Mit einem Wochenminus von mehr als 8 Prozent war es für den Dow die verlustreichste Börsenwoche seit Jahren.

ASIEN

Die Talfahrt nach dem von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Zollschock und den dadurch entfachten Wachstumsängsten ging am Freitag in Asien in die zweite Runde.

In Tokio verlor der Nikkei 225 schlussendlich 2,75 Prozent auf 33'780,58 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland wurde heute feiertagsbedingt nicht gehandelt. Am Donnerstag zeigte sich der Shanghai Composite derweil zum Handelsende bei 3'342,01 Einheiten und damit 0,24 Prozent niedriger.

In Hongkong ruhte der Handel heute ebenfalls. Am Vortag ging es mit den Kursen nach unten: Der Hang Seng verlor letztlich 1,52 Prozent auf 22'849,81 Stellen.

Insbesondere die Börse in Tokio traf es erneut besonders hart. Wieder verstärkt die Währungsseite den Abwärtsdruck, denn der Dollar verliert weiter an Wert, wodurch sie die Exporte japanischer Unternehmen auf Dollarbasis zusätzlich zu den verfügten Zöllen verteuern. Weiter suchen die Anleger ihr Heil am Anleihemarkt, dort sinken die Renditen weiter. Dazu tragen laut Marktteilnehmern auch Erwartungen bei, dass die japanische Notenbank wegen des Zollschocks für die heimische Wirtschaft weitere Zinserhöhungen hinauszögern dürfte. "Die Sicht der Notenbank auf die Welt könnte sich infolge der Ankündigung stark verändern", sagte Naomi Muguruma von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

Nicht gehandelt wurde wegen eines Feiertags an den chinesischen Aktienmärkten, die sich am Donnerstag besser gehalten hatten als die Nachbarplätze. Die Analysten von Daiwa erklären die verhaltenere Reaktion chinesischer Aktien damit, dass sie weniger zu verlieren hätten als beispielsweise ihre Pendants in Südkorea, Taiwan und anderen ostasiatischen Ländern. Handelsspannungen mit den USA belasteten die chinesischen Aktien nämlich bereits seit Monaten. Daneben halten sich Spekulationen, dass die chinesische Notenbank mit Lockerungsmassnahmen stützend eingreifen könnte. Bei der DBS Group rechnet man mit einer Senkung des Leitzinses für einjährige Kredite um 30 Basispunkte und einer Senkung des Mindestreservesatzes um 100 Basispunkte sowie der Wiederaufnahme des Programms zum Ankauf von Staatsanleihen. Abwärtsrisiken für die Wirtschaft könnten auch durch eine stärkere fiskalische Unterstützung und das Angebot an chinesischen Staatsanleihen abgefedert werden.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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SMI-Kurs: 11’648.83 04.04.2025 17:30:34
Long 11’145.81 19.84 SSRM0U
Long 10’860.00 13.18
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04.04.25 Verbraucherpreisindex (YoY)
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