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Geändert am: 23.09.2022 22:04:30

Talfahrt geht weiter: Dow letztlich schwächer -- SMI und DAX gehen mit heftigen Einbussen ins Wochenende -- Asiens Börsen schliessen tiefer - Feiertag in Japan

Die US-Börsen gaben auch am letzten Handelstag der bereits äusserst verlustreichen Woche nach. Der heimische und der deutsche Aktienmarkt mussten zum Wochenausklang weitere Einbussen verkraften. Die wichtigsten Indizes in Fernost gaben am Freitag nach.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt bewegte sich im Freitagshandel kräftig nach unten.

Der SMI stand zu Handelsbeginn nur etwas tiefer, sackte dann aber deutlich ab. Den schwachen Handelstag beendete der Index entsprechend 1,57 Prozent im Minus bei 10'137,78 Zählern.

Die Nebenwerteindizes SPI und SLI gaben nach einem niedrigeren Start ebenfalls deutlich nach. Sowohl der SPI als auch der SLI schlossen im Minus: Beim SPI belief sich dieses auf 1,50 Prozent (13'014,96 Punkte), beim SLI sogar auf 2,13 Prozent (1'525,87 Einheiten).

Deutliche Verluste musste der Schweizer Aktienmarkt am Freitag verkraften. Die ablaufende Woche habe mit ihren diversen Leitzinserhöhungen den Anlegern klargemacht, dass die Notenbanken das Wirtschaftswachstum zugunsten der Inflationsbekämpfung hintan stellen, hiess es am Markt. Dementsprechend breiten sich Rezessionsängste rund um den Globus aus. In der Schweiz stand neben der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch vor allem die heimische Zinserhöhung um 75 Basispunkte am Donnerstag im Blick. Es gebe momentan wenig Gründe für Aktien, meinte ein Händler. Nach oben schiessende Renditen an den Anleihemärkten sorgten für Anlagealternativen.

Bei den Einzelwerten stürzten Credit Suisse um 12,4 Prozent ab. Eine mögliche Kapitalerhöhung belastete die Aktie. Wie Reuters berichtet, wäre die Kapitalerhöhung Teil des Konzernumbaus, den der Verwaltungsrat angestossen hat. Diskutiert werden laut dem Bericht auch verschiedene Szenarien für die Schrumpfung der Investmentbank, darunter ein weitgehender Rückzug aus dem Investmentbanking-Geschäft in den USA.

Wie die Citigroup anmerkt, wäre ein Rückzug aus den USA zwar strategisch sinnvoll, allerdings mit nicht unerheblichen praktischen Schwierigkeiten verbunden. Vor allem kurzfristig wäre mit erheblichen Belastungen zu rechnen.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt beendete den Freitagshandel tiefrot.

Der DAX startete mit einem kleinen Minus, fiel im Anschluss jedoch klar weiter. Zeitweise fiel das deutsche Börsenbarometer gar unter die 12.200 Punkte-Marke. Zum Börsenschluss stand ein Verlust von 1,97 Prozent auf 12'284,19 Indexpunkte an der Frankfurter Anzeigetafel.

Der deutsche Leitindex ist wegen Rezessionssorgen am Freitagvormittag auf den niedrigsten Stand seit November 2020 gefallen. Die jüngste Häufung von Zinserhöhungen grosser Notenbanken steckte den Investoren auch am Freitag noch in den Gliedern. Auf Wochensicht hat sich für den Index ein Verlust mehr als drei Prozent angehäuft.

Mit dem Rutsch am Freitag ist der DAX in diesem Jahr jetzt 22 Prozent im Minus. Überraschend hohe Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten hatten am Dienstag der Vorwoche die zwischenzeitliche DAX-Erholung jäh ausgebremst. Sie bestärkten die US-Notenbank in ihrer restriktiven Geldpolitik, die sie in dieser Woche mit dem dritten grossen Zinsschritt in Folge fortsetzte. Die Anleger sorgen sich immer mehr vor einer Rezession als Kollateralschaden im Kampf gegen die hohe Inflation.

Börsenexperten machen angesichts des Jahrestiefs des DAX weiteres Verlustpotenzial aus: "Bei einem Unterschreiten des Jahrestiefs würden die runde 12'000 und anschliessend das Verlaufstief vom Oktober 2020 (11'450 Punkte) ins Blickfeld rücken", hatte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners bereits am Morgen prognostiziert.

WALL STREET An den US-Börsen hatten auch am Freitag die Bären das Sagen.

Der Dow Jones gab nach einem schwachen Start noch weiter ab und schloss 1,61 Prozent leichter bei 29'592,85 Punkten. Auch der NASDAQ Composite baute seine frühen Verluste aus, so dass zur Schlussglocke ein deutliches Minus von 1,80 Prozent bei 10'867,93 Zählern an der Kurstafel stand.

Die Angst vor einer Rezession hat die Aktienmärkte in den USA weiter fest im Griff. Investoren stiessen am Freitag wieder im grösseren Stil ihre Anteile ab.

Befeuert werden die Sorgen der Marktteilnehmer weiter von dem entschiedenen Vorgehen der Notenbanken, allen voran die US-Vertreter von der Fed, die im Kampf gegen die hohe Inflation auch wirtschaftliche Schäden in Kauf nehmen.

"Steigende Zinskurs, steigende Schmerzen", folgerte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets. Mit der Aussicht auf zwei weitere Zinsschritte bis Jahresende habe die US-Notenbank Fed die Rendite von US-Staatsanleihen nach oben katapultiert. Für solche mit zehnjähriger Laufzeit erreichte sie den höchsten Stand seit gut zwölf Jahren. Das mache Aktien unattraktiver. "Die Anleger sehen sich mit einer Zinswende in noch nie dagewesenem Tempo konfrontiert und bleiben dem Aktienmarkt fern", schrieb Molnar.

ASIEN

Auch zum Wochenausklang ging es an den wichtigsten asiatischen Börsen abwärts.

In Japan wurde aufgrund des Feiertages zum Herbstanfang am Freitag nicht gehandelt. Der japanische Leitindex Nikkei verharrte daher auf seinem Schlussstand von Donnerstag. Da hatte er 0,58 Prozent auf 27'153,83 Punkte verloren.

Auf dem chinesischen Festland ging es am Freitag für den Shanghai Composite letztlich um 0,66 Prozent abwärts auf 3'088,37 Punkte. In Hongkong schloss der Hang Seng 1,18 Prozent tiefer bei 17'933,27 Stellen.

Fortgesetzte Verluste prägten am Freitag das Bild an den Börsen in Asien. Die Vorgabe aus den USA war negativ, wobei an der Wall Street insbesondere die als besonders zinsempfindlich geltenden Wachstums- und Technikaktien verkauft wurden. Hintergrund war ein weiterer kräftiger Anstieg der Marktzinsen, nachdem die US-Notenbank am Mittwoch falkenhaft aufgetreten war und weitere deutliche Zinserhöhungen angekündigt hatte. Dazu hatten am Donnerstag eine ganze Reihe von Notenbanken die Zinsen angehoben, um der zu hohen Inflation zu begegnen, was zugleich Rezessionssorgen befeuert.

In Hongkong hiess es denn auch von Cinda International, das Zinsumfeld spreche derzeit gegen Aktien. Dazu komme politische Unsicherheit mit Blick auf den chinesischen Volkskongress und dessen Beschlüsse im Oktober. Viele Notenbanken schienen das Tempo ihrer Zinserhöhungen noch zu beschleunigen, bemerkte Tina Teng, Analystin bei CMC Markets, dazu.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


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Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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