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Geändert am: 24.05.2022 22:05:35

Ukraine-Krieg, Inflation und Wachstumssorgen: US-Techwerte sacken ab - Dow schafft Mini-Plus -- SMI schliesst im Plus -- DAX unter 14.000 Punkten -- Börsen in Asien schlussendlich mit Verlusten

Der heimische Aktienmarkt arbeitete sich nach einem schwachen Start am Dienstag schlussendlich in die Gewinnzone vor. Deutsche Anleger nahmen letztlich einen Teil ihrer Gewinne mit. In den USA dominierten die Tech-Bären. Mehrheitlich schwächer präsentierten sich auch die Börsen in Asien.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt konnte am Dienstag schrittweise Boden gutmachen und schaffte es mehrheitlich auf grünes Terrain.

Der SMI startete schwächer und blieb im Verlauf zunächst auf rotem Terrain. Die Verluste wurden allerdings kontinuierlich reduziert, und der Leitindex konnte in Grün aus der Sitzung gehen. Der Leitindex schloss mit einem Plus von 0,31 Prozent auf 11'501,36 Einheiten.

Auch die Nebenwerteindizes verloren zum Auftakt und schafften gegen Mittag den Sprung in die Gewinnzone. Der SPI ging mit Minus 0,12 Prozent und 14'702,53 Punkten aus der Sitzung, während der SLI sich mit Verlusten von 0,30 Prozent auf 1'780,03 Einheiten verabschiedete.

Die Schweizer Börse hat sich am Dienstag dem Abwärtssog an den Nachbarbörsen in Europa entziehen können.

An der Nachrichtenlage, die vom Ukraine-Krieg, Wachstumssorgen, hoher Inflation und dem geldpolitischen Gegensteuern der Notenbanken geprägt war, habe sich nichts geändert, hiess es im Handel. Dazu passte, dass UBS und JPMorgan ihre Wachstumsprognosen für die chinesische Wirtschaft für das laufende Jahr nach unten angepasst haben.

Als psychologischen Dämpfer machten Händler auch die Gewinnwarnung von Snap aus. "Die Börsen versuchen im Moment, jeden Strohhalm für eine Erholung zu nutzen", so ein Börsianer. Mit den Sorgen vor einem einbrechenden Werbegeschäft der Macher der Foto-App Snapchat allerdings schwinde auch die Hoffnung, dass es bei den arg gebeutelten US-Technologiewerten kurzfristig eine grössere Gegenbewegung nach oben geben könnte.

Im Fokus standen die Konjunkturdaten mit den internationalen Einkaufsmanager-Indizes (PMI) sowohl für den Service- als auch den Industriebereich. Die bereits vorgelegten Daten aus Japan und Australien deuten auf einen weiteren Rückgang der Wirtschaftsaktivität im Mai hin. Australien hängt aber mit der Minen-Industrie stark an China.

In Frankreich wurden hingegen die Erwartungen erfüllt, in Deutschland sind sie sogar einen Tick besser ausgefallen. Vor allem der wichtigere Industrie-PMI stieg mit 54,7 sogar marginal über das Vormonatsniveau. Der Service-PMI lag etwas darunter, profitiert aber weiter von der Wiedereröffnung nach der Corona-Pandemie.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt gab im Dienstagshandel nach.

Der deutsche Leitindex DAX startete tiefer blieb auch im Verlauf schwach. Das deutsche Börsenbarometer schloss mit -1,80 Prozent bei 13'919,75 Zählern sogar unter der wichtigen Marke von 14'000 Punkten.

Beim DAX blieb der tags zuvor schon geknackt geglaubte Abwärtstrend seit Anfang Januar damit intakt, und auch die 50-Tage-Linie als Indikator für den mittelfristigen Trend fungierte weiter als Kursbremse. Wie so oft in jüngster Vergangenheit nutzten die Anleger die Gelegenheit, nach zwischenzeitlich verbuchten Kursgewinnen Aktien wieder zu verkaufen.

"An einem Tag zeigen sich die Marktteilnehmer euphorisch und verdrängen die altbekannten Belastungsfaktoren. Und kurze Zeit später ist die gute Laune plötzlich verflogen. Die Zins- und Rezessionssorgen ziehen die Märkte dann wieder in das Tal der Tränen", fasste Analyst Christian Henke vom Broker IG die Lage am Aktienmarkt zusammen.

Aus Konjunktursicht waren am Vormittag die Einkaufsmanager-Indizes aus der Eurozone von Interesse. Diese enttäuschten nicht, brachten aber auch kaum positive Impulse für den Markt.

WALL STREET

Am Dienstag zeigten sich die US-Märkte uneinheitlich.

Der Dow Jones arbeitete sich im Handelsverlauf auf grünes Terrain vor und schloss mit einem Plus von 0,13 Prozent bei 31'931,06 Punkten. Der technologielastige NASDAQ Composite zeigte sich am Dienstag unterdessen schwach und verabschiedete sich mit einem Abschlag von 2,35 Prozent auf 11'264,45 Zähler.

Schlechte Stimmung verbreitete vor allem die kassierte Prognose von Snap, die weite Teile der Branche mit nach unten zog. Die Nachrichten des Snapchat-Konzerns schürten erneut Sorgen über Risiken rund um das Wirtschaftswachstum.

"Alles in allem glauben wir, dass der Gegenwind für Snap aus vielen Richtungen kommt", schreibt Analyst Doug Anmuth von der Bank JPMorgan. Er gehe davon aus, dass der vorsichtige Tenor des Konzerns auch Abwärtsrisiken für andere Werte aus der Onlinebranche berge.

Am Vortag war es noch zu einer Rally gekommen, was viele aber mehr als Gegenbewegung nach der längsten Verluststrecke seit 1932 gesehen hatten. Unter anderem stützten aber auch Aussagen von JPMorgan, denen zufolge die US-Konsumenten sich offenbar in guter finanzieller Verfassung befänden. Händler sind dennoch überzeugt, dass angesichts der bekannten Probleme die Volatilität erhöht bleiben wird. Am Markt geht die Angst um, dass die Federal Reserve mit ihrer straffen Geldpolitik zur Inflationsbekämpfung die Wirtschaft in die Rezession treiben wird. Der S&P 500 steht erneut kurz vor Bärenmarktniveau - das heisst 20 Prozent unter dem vergangenen Hoch.

ASIEN

Nach der uneinheitlichen Vortagesentwicklung schlossen die grössten Börsen in Asien am Dienstag auf rotem Terrain.

In Tokio verlor der japanische Leitindex Nikkei 0,94 Prozent auf 26'748,14 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland ging es unterdessen für den Shanghai Composite kräftiger nach unten, das Börsenbarometer verlor 2,37 Prozent auf 3'072,37 Punkte. Der Hang Seng rutschte um 1,92 Prozent auf 20'077,74 Punkte ab.

Erneut dämpften Konjunktursorgen die Kauflaune, während positive Impulse verpufften. Anleger in der Region sorgten sich, dass die infolge des Ukraine-Kriegs drastisch gestiegenen Rohstoffpreise, die Lockdowns in China im Zuge der jüngsten Pandemiewelle und die Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation die Wirtschaft ausbremsen, wie Beobachter anmerkten. Dahinter verblasste, dass US-Präsident Joe Biden während seines Besuchs in Japan eine Überprüfung der Strafzinsen auf Importe aus China angekündigt hat, die sein Vorgänger Donald Trump verhängt hatte. Technologiewerte wurden in der ganzen Region verkauft. Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda verwies auf den Einbruch der Snap-Aktie im nachbörslichen US-Handel. Das Unternehmen hatte gewarnt, dass wahrscheinlich die Ziele bei Umsatz und operativem Gewinn verfehlt würden. Die Aktie fiel darauf um über 30 Prozent. Das machte Erholungsbemühungen des Tech-Sektors erst einmal zunichte.

Die chinesischen Festlandsbörsen litten unterdessen unter den steigenden Corona-Zahlen im Land, die Sorgen vor weiteren Lockdowns mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Konjunktur anheizten.

Japanische Aktien litten auch unter der nachlassenden Dynamik der Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. Grund seien Störungen in den Lieferketten.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


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Weiterhin hohe Unsicherheit: SMI schliesst deutlich tiefer -- DAX beendet Handel nahe Jahrestief -- Asiatische Börsen uneinheitlich

Am heimischen Aktienmarkt herrschte heute enormer Verkaufsdruck vor, der SMI schloss deutlich tiefer. Am deutschen Aktienmarkt dominierten am Dienstag ebenfalls die Verkäufer, der DAX rutschte auf ein neues Jahrestief. Die US-Börsen müssen ebenfalls Verluste hinnehmen. Die grössten Börsen in Asien fanden am Dienstag keine einheitliche Richtung.

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