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Krypto-Winter 07.10.2022 23:47:00

Blutbad am Kryptomarkt kostet einige Milliardäre ihren Platz auf der Forbes 400-Liste

Blutbad am Kryptomarkt kostet einige Milliardäre ihren Platz auf der Forbes 400-Liste

Am Krypto-Markt konnte man in den letzten Monaten deutliche Kursrückgänge beobachten. Dies bekamen auch Unternehmen zu spüren, deren Geschäftsmodell auf dem Handel mit Bitcoin & Co. fusst. So kam es zu einigen Abgängen von Krypto-Grössen auf der Forbes 400-Liste, die die 400 reichsten US-Amerikaner umfasst.

• Schwacher Markt um Kryptowährungen
• Unternehmen bekommen Krypto-Winter ebenfalls zu spüren
• Drei Abgänge von Krypto-Unternehmern aus Forbes-Liste

Schwaches Marktumfeld lässt auch Kryptowährungen nicht unberührt

Es herrschen unsichere Zeiten an den Finanzmärkten. Hohe Inflationsraten, steigende Zinsen und die Gefahr einer Rezession drücken die Stimmung. Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise sorgt für weitere Anspannungen. Auch der Kryptomarkt konnte sich der negativen Tendenz in den letzten Monaten nicht widersetzen. Sprang das Krypto-Urgestein Bitcoin im November letzten Jahres etwa noch auf ein Rekordhoch bei 68'789,63 US-Dollar, ging es seit dem Jahreswechsel abwärts. Seit drei Monaten pendelt die nach Marktkapitalisierung gewichtet grösste Kryptowährung nun um die Marke von 20'000 US-Dollar. Ähnlich verhält es sich mit anderen Digitalwährungen.

Auch Blockchain-Unternehmen von schwachem Kryptomarkt betroffen

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Der Krypto-Winter hat nicht nur Folgen für direkte Anleger von Bitcoin & Co., sondern auch für Betreiber von Krypto-Börsen und andere Blockchain-Unternehmen. So befanden sich im vergangenen Jahr noch sieben Unternehmer aus der Krypto-Branche auf der "Forbes 400", der vom Wirtschaftsmagazin "Forbes" zusammengestellten Liste der 400 reichsten Menschen der USA. In diesem Jahr musste sich jedoch so mancher Blockchain-Entrepreneur aus der Riege der reichsten US-Amerikaner verabschieden, wie das Blatt berichtet.

MtGox-Gründer Jed McCaleb

Dazu zählt auch der Softwareentwickler Jed McCaleb. Die Krypto-Grösse gilt als Gründer von MtGox, der weltweit ersten Bitcoin-Börse, die ursprünglich als Trading-Plattform für Karten des Sammelkartenspiels "Magic: The Gathering" genutzt wurde. Auch die Kryptowährungen Ripple (XRP) und Stellar gehen auf McCaleb zurück. Mit dem Projekt Lightyear baute er 2017 ausserdem eine Plattform für den Austausch von Zahlungen auf, die auf dem Stellar-Protokoll basiert. Seit der Fusion mit Chain.com im Jahr 2018 ist Lightyear unter dem Namen InterStellar bekannt. Im selben Jahr wurde McCaleb aufgrund seines Engagements im Kryptosektor von der "New York Times" als einer der Anführer der Blockchain-Revolution bezeichnet. Mit seinem neuesten Unternehmen Vast will nun in die Raumfahrtbranche einsteigen, um "die menschliche Produktivität im Weltraum voranzutreiben".

Forbes zufolge hat sich der Entwickler Anfang des Jahres von seinen Restbeständen an XRP getrennt, was im Einklang mit einer Vereinbarung aus dem Jahr 2014 stattfand, nachdem er aus Ripple Labs ausschied. Der Verkauf soll ihm nach Abzug der Steuern 2 Milliarden US-Dollar eingebracht haben. Darüber hinaus befinden sich dem Magazin zufolge noch etwa 1 Milliarde Einheiten des Stellar-Tokens Lumen in McCalebs Besitz. Zwar hat sich an seinem Nettovermögen mit nun 2,5 Milliarden statt im Jahr zuvor 3 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu den anderen Krypto-Unternehmern auf der Forbes-Liste nicht allzu viel geändert, für einen Eintrag dort reicht es damit aber nicht mehr.

Gemini-Chefs Cameron und Tyler Winklevoss

Auch die beiden Unternehmer und Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss, die die Investmentgesellschaft Winklevoss Capital leiten, bekamen den Krypto-Winter zu spüren. Die Brüder erregten 2004 mit einer Klage gegen Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Aufsehen. Die Winklevosses und Zuckerberg studierten gemeinsam an der Harvard University. Bereits 2002 gründeten die Zwillinge das soziale Netzwerk ConnectU, bevor Zuckerberg 2004 mit Facebook an den Start ging. Dieser soll die Idee der beiden Entwickler gestohlen haben, lautete der Vorwurf. Zuckerberg konnte den Rechtsstreit aber mit einer Vergleichszahlung in Höhe von 65 Millionen US-Dollar beilegen.

Nicht nur halten die Winklevosses Bestände in Bitcoin, Ether und Filecoin, die im Jahresverlauf an Wert verloren, auch sind sie die Gründer der Krypto-Börse Gemini. Dort ging das Handelsvolumen Forbes zufolge im Vergleich zu Ende 2021 um 50 Prozent zurück. Im Juni kündigte das Unternehmen ausserdem an, zehn Prozent seiner Mitarbeiter zu entlassen, was Unternehmensangaben zufolge auf eine "Kontraktionsphase" der Krypto-Revolution zurückzuführen sei, wie "TechCrunch" berichtete. Auch mit einer Klage der Commodities Futures Trading Commission aufgrund von "falschen oder irreführenden Angaben" bezüglich eines Bitcoin-Futures-Produkts, das sich in der Mache befindet, muss sich die Trading-Plattform herumschlagen. Die Winklevoss-Brüder bestreiten die Vorwürfe der Behörde jedoch.

Das Nettovermögen der Zwillinge schrumpfte von 4,3 Milliarden US-Dollar je Winklevoss im vergangenen Jahr auf nun jeweils 2,2 Milliarden US-Dollar. In der Forbes-Liste ist damit kein Platz mehr für die Gemini-Gründer.

Coinbase-Mitgründer Fred Ehrsam

Auch Coinbase-Mitgründer Fred Ehrsam ist dort nun nicht mehr zu finden. Gemeinsam mit Brian Armstrong eröffnete er den Handelsplatz für Kryptowährungen im Jahr 2012, verliess die Führungsriege des Unternehmens aber bereits 2017. Seinen Platz im Verwaltungsrat gab er hingegen nicht auf. Nun konzentriert er sich auf sein Investmentunternehmen Paradigm Capital, so Forbes. Noch 2021 veräusserte er Coinbase-Aktien im Wert von 370 Millionen US-Dollar, im Mai dieses Jahres steckte er dann aber 77 Millionen US-Dollar in Anteile der Krypto-Börse - und zwar zum Schnäppchenpreis. Nicht nur die Kurse der bekanntesten Kryptowährungen leiden unter der schlechten Stimmung am Markt, auch börsennotierte Unternehmen aus dem Kryptosektor mussten in diesem Jahr bereits Federn lassen - Coinbase stellt hier keine Ausnahme dar. Die Anteile kaufte Ehrsam übrigens nicht privat, sondern im Namen von Paradigm Capital.

Dennoch reduzierte sich das Nettovermögen des Coinbase-Gründungsmitglieds von vormals 3,5 Milliarden US-Dollar auf nun noch 1,1 Milliarden US-Dollar. Nichtsdestotrotz hält der Krypto-Pionier die derzeitige Schwächephase für vorübergehend, wie er im Juni via Twitter teilte.

"Was die meisten Menschen nicht verstehen: Es dauert Jahre, oft Jahrzehnte, bis aus einem neuen technologischen Durchbruch auf Infrastrukturebene (wie Kryptowährungen) ein lebendiges Ökosystem von Mainstream-Anwendungen wird", schrieb der Paradigm-Mitbegründer auf dem Kurznachrichtendienst. "Das liegt daran, dass die meisten Menschen wenig Grund haben, sich mit neuen Technologien zu befassen, bevor sie den Durchbruch bei den Mainstream-Anwendungen geschafft haben. Fast niemand schenkte der frühen Infrastrukturperiode des Internets 1969-1994 Aufmerksamkeit."

Ehrsams ehemaliger Coinbase-Mitstreiter Brian Armstrong, Ripple Labs-Vorsitzender Chris Larsen sowie die FTX-Gründer Gary Wang und Sam Bankman-Fried konnten sich hingegen in der Forbes-Liste halten. Vor dem Einbruch des Krypto-Winters befanden sich die Vermögen der Krypto-Milliardäre jedoch noch auf einem deutlich höheren Niveau. So war Armstrong im vergangenen Jahr etwa noch 11,5 Milliarden US-Dollar schwer, fiel mit einem Nettovermögen von 2,7 Milliarden US-Dollar jedoch auf Platz 388 zurück und hat es damit nur noch knapp ins Ranking geschafft.

Redaktion finanzen.ch


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Bildquelle: Jaruwan Jaiyangyuen / Shutterstock.com,TierneyMJ / Shutterstock.com
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